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Zoo: Zuwachs bei den Bonobos

Zoo : Zuwachs bei den Bonobos

Die Bonobos im Kölner Zoo erinnern auf den ersten Blick ein wenig an eine menschliche Familie. Während die Damen des Hauses den Wohnraum ständig wieder umräumen, um es noch gemütlicher und schicker zu haben, tollt der Nachwuchs mit seinen Bällen spielend durchs Haus, während die Herren sich das geschäftige Treiben lieber aus sicherer Distanz anschauen. Und wäre da noch der Besuch, der plötzlich vor der Tür steht. Und der kommt bei den Bonobos direkt aus Berlin. Vier Tiere sind im Rahmen des europäischen Zuchtprogramms von der Spree an den Rhein gekommen. Im Urwaldhaus hat sich das Quartett bereits gut eingelebt und harmoniert mit der Kölnerin Binti und ihren Töchtern Bikita und Bina. Zuvor hat der Kölner Zoo sein Zuchtweibchen Bonnie samt ihrem Sohn Kindu an einen niederländischen Tierpark abgegeben. Dort traf Bonnie ihren langjährigen Partner Bolombo wieder. Zu den Berliner Neulingen gehören das Weibchen Yala und ihr Nachwuchs Kivu und Batia sowie Zuchtmann Limbuko.

Die Bonobos im Kölner Zoo erinnern auf den ersten Blick ein wenig an eine menschliche Familie. Während die Damen des Hauses den Wohnraum ständig wieder umräumen, um es noch gemütlicher und schicker zu haben, tollt der Nachwuchs mit seinen Bällen spielend durchs Haus, während die Herren sich das geschäftige Treiben lieber aus sicherer Distanz anschauen. Und wäre da noch der Besuch, der plötzlich vor der Tür steht. Und der kommt bei den Bonobos direkt aus Berlin. Vier Tiere sind im Rahmen des europäischen Zuchtprogramms von der Spree an den Rhein gekommen. Im Urwaldhaus hat sich das Quartett bereits gut eingelebt und harmoniert mit der Kölnerin Binti und ihren Töchtern Bikita und Bina. Zuvor hat der Kölner Zoo sein Zuchtweibchen Bonnie samt ihrem Sohn Kindu an einen niederländischen Tierpark abgegeben. Dort traf Bonnie ihren langjährigen Partner Bolombo wieder. Zu den Berliner Neulingen gehören das Weibchen Yala und ihr Nachwuchs Kivu und Batia sowie Zuchtmann Limbuko.

Die Bonobos leben in großen Gruppen zusammen und bieten den Zuschauern im Zoo stets reichlich Action. Foto: Eppinger

Die Blutaufrischung der Kölner Gruppe ist wichtig für das europäische Erhaltungszuchtprogramm, denn die Bonobos gehören in freier Wildbahn zu den bedrohtesten Menschenaffen. Im Kongo haben der Bürgerkrieg und die Zerstörung des Lebensraums der Tiere dazu geführt, dass es nur noch wenige Tausend freilebende Bonobos gibt. Viele der verwaisten Bonobo-Kinder landen derzeit in speziell eingerichteten "Rescue Centers". Dort bemüht man sich, diese wieder gesund zu pflegen und in die Natur zurückzuführen. Der Weltbestand in Zoos umfasst nur 183 Tiere. Davon lebt der Großteil in Europa. Der Kölner Zoo unterstützt seit vier Jahren das Projekt "Bonobo alive" in der Demokratischen Republik Kongo finanziell. Bonobos sind etwas langgliedriger und leichter als normale Schimpansen. Sie sind reine Waldbewohner und ernähren sich von Früchten und anderen Pflanzenteilen. Die Tiere leben in großen Gemeinschaften von teilweise mehr als 100 Tieren zusammen, die sich wieder in kleinere Untereinheiten aufspalten. In diesen haben die Weibchen das Sagen. Kinder leben mehrere Jahre in Abhängigkeit von der Mutter. Erwachsen sind sie mit acht Jahren.

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