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Weiter keine Anträge auf Muezzin-Ruf in Köln

Ruf zum Freitagsgebet : Weiter keine Anträge auf Muezzin-Ruf in Köln

Seit zwei Wochen lässt die Stadt Köln inzwischen Anträge auf einen Muezzin-Ruf zu. Sieben Gemeinden haben zwar Interesse bekundet. Einen Antrag hat aber noch niemand gestellt.

Bei der Stadt Köln sind auch nach zwei Wochen noch keine Anträge auf Genehmigung von Muezzin-Rufen eingegangen. Eine Sprecherin der Stadt sagte am Freitag, sieben Moscheegemeinden hätten mittlerweile Interesse bekundet und Informationen eingeholt, aber noch habe niemand einen Antrag gestellt. Muezzin-Rufe können in Köln seit dem 8. Oktober beantragt werden.

Sofern der Antrag genehmigt wird, können Moscheegemeinden ihre Gläubigen zum mittäglichen Freitagsgebet rufen. Der Gebetsruf darf nur in der Zeit zwischen 12.00 bis 15.00 Uhr und für die Dauer von maximal fünf Minuten erfolgen. Die Lautstärke wird je nach Lage der Moschee festgelegt. Außerdem muss die jeweilige Moscheegemeinde die Nachbarschaft frühzeitig mit Flyern informieren und eine Ansprechperson benennen, die Fragen beantworten oder Beschwerden entgegennehmen kann.

Die Stadt Köln verweist bei ihrer Initiative auf die im Grundgesetz verbriefte Freiheit der Religionsausübung. Während in christlichen Kirchen die Glocken geläutet würden, um die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen, seien es in den Moscheen muslimischer Glaubensgemeinschaften die Rufe des Muezzins, die diesen Zweck erfüllten.

(chal/dpa)