Köln: Wachsende Städte als Herausforderung für die Zukunft

Köln : Wachsende Städte als Herausforderung für die Zukunft

Die Kölner Industrie- und Handelskammer stellt ihre Jahresthemen für 2018 vor. Schwerpunkte sind Ausbildung und Digitalisierung.

KÖLN Der drohende Fachkräftemangel, die Herausforderungen einer wachsenden Stadt und die Digitalisierung sind die Jahresthemen der Kölner Industrie- und Handelskammer für die kommenden Monate. Um den drohenden Fachkräftemangel abzuwehren, will sich die Kammer im kommenden Jahr verstärkt für die duale Ausbildung einsetzen. 56 Prozent der Mitgliedsunternehmen erkennt beim fehlenden Nachwuchs bei den Fachkräften ein Geschäftsrisiko. Grund dafür ist, dass zwei Drittel der Schüler sich für das Abitur entscheiden, und dass sie im Anschluss ein Hochschulstudium anstreben, um eine erfolgreiche und lukrative Berufskarriere starten zu können. Ein Trugschluss wie die IHK erklärt, denn auch mit einer dualen Ausbildung könne man beruflich erfolgreich sein.

Es werde immer schwerer, das Thema zu platzieren, auch wenn Deutschland weltweit für sein duales Ausbildungssystem gelobt werde. In den vergangenen Jahren wurde ein leichter Rückgang bei der Besetzung der Ausbildungsplätze verzeichnet. Außerdem entscheiden sich junge Leute immer später für eine Lehrstelle. Im Juni widmet, die IHK eine ganze Woche der Ausbildung inklusive Azubi-Speeddating und dem Tag der Ausbildung.

Eine weitere Herausforderung stellt die stetig wachsende Stadt für die Kammer dar. Hier geht es um dringend benötigt werdende Gewerbe- und Industrieflächen Es sei sinnvoll, dass Arbeiten und Wohnen wieder näher zusammenrücke und dass die Produktion wieder in die Städte zurückkehre, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Ulrich S. Soénius auch mit Blick auf das Ziel, die Verkehrsströme zu verringern.

Beim dritten Jahresthema Digitalisierung gibt es für die Kölner Kammer sechs Schwerpunkte für das laufende Jahr 2018. Ganz vorne steht dabei die Breitbandversorgung der Stadt und der Region. Gerade im Oberbergischen gibt es noch große Lücken. Dazu kommt die Vernetzung der digitalen Akteure, die Anwerbung von Start-Ups aus dem digitalen Bereich, die digitale Reife von mittelständischen Unternehmen, die Integration digitaler Angebote in die Bildung und digitale Infrastrukturthemen wie die Vernetzung verschiedener Verkehrsträger.

(RP)
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