Köln VRS-Tickets werden zum 1. Januar 1,4 Prozent teurer

Köln · Die VRS-Zweckverbandsversammlung hat nach eigenen Angaben die niedrigste Preisanpassung seit Bestehen des VRS verabschiedet: Zum 1. Januar 2017 werden Tickets um durchschnittlich 1,4 Prozent, zum 1. Januar 2018 um 1,1 Prozent teurer. Damit liege man zum Teil deutlich unter den Anpassungen anderer großer Verkehrsverbünde. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr erhöhe zum Beispiel um 2,3 Prozent.

"Eine Tariferhöhung ist zwar aufgrund der Kostensteigerungen bei Personal und Material unumgänglich. Die Anpassungen konnten jedoch so gering ausfallen, da die Energiekosten, insbesondere die für den Dieseltreibstoff, rückläufig sind", erläutert Bernd Kolvenbach, Vorsitzender der VRS-Verbandsversammlung.

Darüber hinaus führt der VRS zum 1. August 2017 neue Tarife für Auszubildende ein: Das bisher nur berufsbegleitend Studierenden vorbehaltene Dualticket wird für Auszubildende geöffnet. Es soll monatlich 42,20 Euro kosten. Voraussetzung ist, dass jeder Schüler einer Berufsschule das Angebot in Anspruch nimmt. Sollte dem nicht so sein, ist die Alternative ein frei zu erwerbendes Abo, das monatlich 58,40 Euro kostet. "Das bisherige Angebot für Auszubildende, das Starterticket, entfällt ab nächsten Sommer", sagt VRS-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag.

Darüber hinaus erhalten alle über das Smartphone erworbene Handytickets künftig einen Rabatt von mindestens drei Prozent. Beim Kauf des vierten Einzeltickets für Erwachsene einer Preisstufe gelten nochmal zusätzlich deutlich günstigere Preise. Weitere Vorteile: Die Mitnahmeregelungen anderer Angebote werden ab 2017 auch auf das Monatsticket und das "Formel9Ticket" im Einzelkauf ausgeweitet.

(sug)