Verdächtige sollen Kinder zum Missbrauch ausgetauscht haben

Fall in Bergisch Gladbach : Verdächtige sollen Kinder zum Missbrauch untereinander ausgetauscht haben

Im Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach werden immer mehr Details bekannt: So sollen die Beschuldigten ihre Kinder auch untereinander ausgetauscht haben, um sie sexuell zu missbrauchen.

Im Fall um den Missbrauch von Kindern in NRW und in Hessen hat sich ein neuer Verdacht ergeben: Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorab berichtet, sollen einige der Beschuldigten ihre Kinder ausgetauscht haben, um sie zu missbrauchen. Dies gehe aus Aussagen eines Verdächtigen aus Krefeld hervor, der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt. Demnach hat er nicht nur seine Tochter, sondern auch die Nichte eines Komplizen aus Viersen missbraucht.

Aufgrund der Hinweise des Krefelders und dessen Tochter erfuhren die Ermittler bei der Durchsuchung vor zwei Tagen, dass sein Komplize derzeit bei seinen Verwandten in Aachen übernachtete. Zu deren Haushalt gehörten den Angaben zufolge auch zwei Kinder. Noch in derselben Nacht nahm die Polizei den Verdächtigen dort fest. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen den Mann aus Viersen beantragt.

Unterdessen teilte die Kölner Polizei mit, dass mehr als 150 Beamte mit Hochdruck daran arbeiteten, betroffene Kinder zu identifizieren und die Täter aus deren Umfeld zu holen. Neun Opfer sind inzwischen bekannt. Eine Opferschutzbeauftragte des Landes NRW, Elisabeth Auchter-Mainz, ist unter Telefon 0221 - 39 90 99 64 zu erreichen.

(hsr)
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