NSU-Prozess Kölner Nagelbombe: Zeugin will Böhnhardt gesehen haben

München/Köln · Eine 63 Jahre alte Kölnerin will den mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt kurz vor dem Kölner Nagelbombenanschlag im Juni 2004 erkannt haben. Sie sei ihm auf einem Trampelpfad auf einem Brachgelände in der Nähe der Keupstraße begegnet, sagte sie am Dienstag als Zeugin im NSU-Prozess.

 Am Dienstag wurde der NSU-Prozess in München fortgesetzt: Die Bundesanwaltschaft wirft der Hauptangeklagten Beate Zschäpe neben dem Nagelbombenanschlag zehn überwiegend rassistisch motivierte Morde vor.

Am Dienstag wurde der NSU-Prozess in München fortgesetzt: Die Bundesanwaltschaft wirft der Hauptangeklagten Beate Zschäpe neben dem Nagelbombenanschlag zehn überwiegend rassistisch motivierte Morde vor.

Foto: dpa, geb tmk

Der Mann sei ihr "sehr aufgefallen, weil er das Fahrrad so behutsam geschoben hat". Außerdem habe sie auf dem Gepäckträger eine auffallend große Kofferbox gesehen, die eher zu einem Motorrad gepasst habe. Die Beschreibung passt zu dem Fahrrad, auf dem der Sprengsatz montiert war und das vor der Explosion vor dem Geschäft eines Friseurs an der Keupstraße abgestellt wurde.

Der Mann sei schlank und sportlich gewesen und habe eine Radlerhose und ein T-Shirt getragen. Sie habe ihm für einen Moment auch ins Gesicht gesehen, sagte die Frau. Als nach dem Auffliegen des NSU im November 2011 Bilder von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos im Fernsehen gezeigt wurden, habe das Foto von Böhnhardt bei ihr eine "wirklich heftige emotionale Reaktion" hervorgerufen.

Köln: Nagelbombenanschlag lässt Keupstraße nicht los
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Das Gericht wollte am Dienstag weitere Zeugen und Opfer des Nagelbombenanschlags befragen. Die Bundesanwaltschaft wirft der Hauptangeklagten Beate Zschäpe neben dem Nagelbombenanschlag zehn überwiegend rassistisch motivierte Morde vor.

(dpa)