Untreue: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kölner Flughafenchef Garvens

Vorwürfe wegen Untreue: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kölner Flughafenchef

Der Chef des Köln-Bonner-Flughafens, Michael Garvens, wurde wegen fragwürdiger Geschäfte beurlaubt. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn. Es geht um den Verdacht der Untreue.

Es bestehe ein Anfangsverdacht, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Dienstag auf Anfrage. Der Prüfbericht des Flughafens, den der Aufsichtsrat veranlasst hatte, sei angefordert worden.

Garvens war am vergangenen Freitag angesichts einer Untersuchung über Unregelmäßigkeiten am zweitgrößten Airport in Nordrhein-Westfalen beurlaubt worden.

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Dem Flughafenchef wird in dem Prüfbericht laut "Kölnischer Rundschau" vorgeworfen, Mitarbeiter des Unternehmens in ungewöhnlich vielen Fällen von der Arbeit freigestellt zu haben. Außerdem sollen Rechnungen auf zweifelhafter Grundlage akzeptiert und zu Lasten des Flughafens ein Mietvertrag mit nicht angemessenen Kondition abgeschlossen worden sein. Die Hinweise auf mögliche Verfehlungen der Geschäftsführung sollen dem Vernehmen nach aus dem Unternehmen gekommen sein. Garvens war am Dienstag zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

(sef/lnw)