Verkehrsunfallstatistik 2017 für Köln Mehr Kinder verunglücken mit dem Rad auf dem Schulweg

Köln · Weniger Unfälle, weniger Verletzte, weniger Tote. In Köln ist die Zahl der Unfälle gesunken, nachdem sie 2016 auf Rekordniveau war. Aber nicht in allen Kategorien gibt es positive Entwicklungen.

  • Im Kölner Stadtgebiet sind im vergangenen Jahr 14 Menschen an den Folgen von Unfällen gestorben, sieben davon waren Fußgänger oder Radfahrer. 2016 gab es 18 Verkehrstote.
  • Im sechsten Jahr in Folge ist kein Kind bei einem Unfall auf Kölner Straßen getötet worden. Auf der Autobahn 4 bei Köln-Klettenberg starb aber an Heiligabend ein Sechsjähriger, der aus dem Auto geschleudert und überfahren worden war.
  • Insgesamt 2017 Radfahrer sind verunglückt — für die Polizei ist das ein außergewöhnlich hohes Niveau. In 2016 waren es zwei mehr. Zwei Radfahrer sind im vergangenen Jahr gestorben. "In mehr als der Hälfte der Fälle hat der Radfahrer leider zu dem Unfall beigetragen", sagt Martin Lotz, Leiter der Direktion Verkehr. Radfahrer missachteten demnach häufig die Vorfahrt, fuhren auf der falschen Seite oder waren zu schnell unterwegs.
  • Auch Rad fahrende Kinder werden immer wieder auf den Straßen verletzt: Von 110 ist die Zahl der verletzten Kinder auf 154 angestiegen. Die meisten Kinder verunglückten auf dem Schulweg. Den Anstieg der Zahl kann sich die Polizei noch nicht erklären. Stellen, an denen besonders häufig Kinder verunglücken, gibt es nicht.
  • Auf den Autobahnen rund um Köln und Leverkusen sind die häufigsten Unfallursachen nach wie vor Ablenkung, zu hohe Geschwindigkeit und zu geringer Abstand. Die Unfallzahlen sind ebenfalls gesunken. Es kamen aber 16 Menschen ums Leben, das sind sieben weniger als im Vorjahr.
(hsr)
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