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Stadt Köln bilanziert das Jahr 2016

Bilanz des Ordnungsamts : Weniger Wildpinkler und Parksünder in Köln

Nur noch halb so viele "Wildpinkler" wie 2015, weniger Bombenfunde und mehr Hundehalter, die sich nicht an die Leinenpflicht gehalten haben – die Stadt Köln hat die Jahresbilanz des Ordnungsamts veröffentlicht.

Nur noch halb so viele "Wildpinkler" wie 2015, weniger Bombenfunde und mehr Hundehalter, die sich nicht an die Leinenpflicht gehalten haben — die Stadt Köln hat die Jahresbilanz des Ordnungsamts veröffentlicht.

Wildpinkeln ist teuer und wird in Köln seit Februar 2016 nicht mehr mit einem Verwarngeld (55 Euro), sondern mit einem Bußgeld ab 60 Euro geahndet. Das könnte nach Ansicht der Stadt ein Grund dafür sein, dass schon an Karneval nur noch wenige Pinkler in flagranti erwischt. Die Gesamtzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr ungefähr halbiert. 2015 waren es 1682 Fälle, 2016 nur noch 832.

Die Anleinpflicht für Hunde wurde wegen vieler Beschwerden häufiger kontrolliert. Im Ergebnis wurden rund 80 Prozent mehr Verstöße erfasst, wie die Stadt mitteilte.

Bei den "Müllknöllchen" wird überwiegend das Vergehen "weggeworfene Zigarettenkippe" erfasst. In der Innenstadt sind die Fallzahlen nach intensiven Kontrollen weiter stark zurückgegangen — von mehr als 5000 Fällen auf 2315.

Wieviele Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg noch in Köln Erdreich liegen, kann niemand genau sagen. 2016 wurden aber zehn Bomben weniger entdeckt als im Vorjahr. Meistens ziehen die Funde aufwändige Evakuierungen nach sich.

Bei mobilen Geschwindigkeitskontrollen wurden deutlich weniger Verstöße festgestellt. Dafür gibt es nach Angaben eines Stadtsprechers mehrere Ursachen. Eine liegt in der veränderten Einsatzplanung: Nach mehreren Raserunfällen mit tödlichem Ausgang ist die mobile Überwachung an den Unfallorten verstärkt worden und lief teilweise über einen längeren Zeit-raum rund um die Uhr. Dazu gehörten auch verkehrsarme Zeiten, in denen nur wenige Verstöße erfasst werden, aber durchaus eine präventive Wirkung erzielt wird.

Die Messanlage an der A 3 spülte Mehreinnahmen von 8.140.000 Euro in die Stadtkasse. Der Verkehrsdienstes nahm 2016 insgesamt rund 21.534.000 Euro ein. 2015 waren es 17.892.000 Euro.

Die Zahl der erfassten Parkverstöße ist leicht rückläufig. Die Stadt hat unter anderem das Bewohnerparken weiter ausgebaut. Parkscheinautomaten werden intensiver genutzt, da sie "bei verstärktem Kontrolldruck gegenüber dem Knöllchen die preiswertere Alternative sind", wie es heißt. Die Stadt hat 2016 mehr als 925.000 Parkverstöße geahndet und damit 15.686.000 Euro eingenommen.

(hsr)