ICEs betroffen Streckensperrung – Bahn legt Verbindung Köln-Frankfurt lahm

Update | Köln/Frankfurt · Auf der ICE-Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt/Main werden im Sommer vom 16. Juli bis 16. August keine Züge fahren. Was gemacht wird, was das bedeutet und wo die Umleitungen sind.

 Pendler müssen sich im Sommer mal wieder auf Einschränkungen bei der Bahn einstellen. (Symbolbild)

Pendler müssen sich im Sommer mal wieder auf Einschränkungen bei der Bahn einstellen. (Symbolbild)

Foto: dpa/Thomas Banneyer

Die Bahn hat Einzelheiten zu der geplanten Vollsperrung der ICE-Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt/Main vom 16. Juli bis zum 16. August bekannt gegeben. In dem Zeitraum würden zwischen Siegburg/Bonn und Frankfurt-Stadion Schienen erneuert, sagte ein Bahnsprecher am Donnerstag in Düsseldorf.

Es handele sich um reguläre Instandsetzungsarbeiten, die nach gewissen Zeiträumen erforderlich seien. Wegen des Einsatzes von Spezialmaschinen sei es nötig, die Strecke zu sperren. Derzeit werde der genaue Bauablaufplan erarbeitet, sagte der Sprecher. Spätestens Anfang Mai wolle man das Verkehrskonzept für die Zeit der Baumaßnahme vorstellen. Zuvor hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ darüber berichtet.

Bahn kündigt Umleitungen an

Durch die Bauarbeiten werde es zu Umleitungen und Anpassungen im Personenverkehr kommen, sagte der Sprecher. In der Fahrplanauskunft werde dies schon seit Längerem berücksichtigt. „Wer also heute sein Ticket im genannten Zeitraum bucht, erhält bereits die dann geltenden Informationen zum angepassten Fahrplan.“ Den Zeitraum der Sperrung hatte die Bahn schon Anfang des Jahres bekannt gegeben.

Die Fahrzeiten zwischen Köln und Frankfurt verlängern sich durch die Bauarbeiten teilweise erheblich. Dauert im regulären Betrieb eine Fahrt mit einem ICE-Sprinter zwischen Frankfurt Hauptbahnhof und Köln Messe/Deutz zum Beispiel 1 Stunde und 3 Minuten, wird die Fahrzeit etwa für den 18. Juli mit 2 Stunden, 45 Minuten angegeben.

Strecke Frankfurt-Mannheim wird im Sommer generalsaniert

Frankfurt ist im Sommer noch von einer anderen Baumaßnahme betroffen. Vom 15. Juli bis zum 14. Dezember wird die Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim generalsaniert. Die Deutsche Bahn will dann alle Anlagen an der rund 70 Kilometer langen Strecke modernisieren. Die Bahn listet derzeit 16 Großbaustellen im Fernverkehr auf. In vier Fällen haben die Bauarbeiten schon begonnen.

Die Umleitungen und Sperrungen im Detail:

Achse Dortmund–Frankfurt–Nürnberg–München

Züge der stündlichen ICE-Linie Dortmund/Essen–Köln–Frankfurt–Nürnberg–München werden zwischen Köln und Frankfurt umgeleitet. Dabei verlängert sich die Fahrzeit um bis zu 100 Minuten. Bis zum 29. Juli halten die Züge abweichend in Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof.

Achse Hamburg–Köln–Mannheim–Süddeutschland

Die zweistündliche ICE-Linie Hamburg–Bremen–Köln–Mainz–Stuttgart–München und die zweistündliche ICE-Linie Hamburg–Bremen–Köln–Mainz–Mannheim–Basel werden zwischen Köln und Mannheim über die Rheinstrecke umgeleitet. Die Züge halten in Bonn Hauptbahnhof, Koblenz Hauptbahnhof und Mainz Hauptbahnhof. Die Fahrzeit verlängert sich um rund 40 Minuten.

Achse Hamburg/Dortmund–Frankfurt–Passau

Die zweistündliche ICE-Linie Hamburg–Bremen–Köln–Frankfurt–Passau verkehrt nur zwischen Hamburg und Dortmund und zwischen Frankfurt und Passau. Die zweistündliche ICE-Linie Dortmund–Frankfurt–Passau–Wien beginnt und endet bereits in Frankfurt Hbf. Die Halte Bonn, Koblenz, Mainz und Frankfurt Flughafen entfallen und werden von anderen umgeleiteten ICE-Zügen angefahren.

Achse Frankfurt–Köln–Amsterdam/Brüssel

Züge der zweistündlichen ICE-Linie Amsterdam–Köln–Frankfurt und der zweistündlichen ICE-Linie Brüssel–Köln–Frankfurt können größtenteils zwischen Köln und Frankfurt nicht angeboten werden. Einzelzüge werden zwischen Köln und Frankfurt über die linke Rheinstrecke umgeleitet und erhalten so eine Fahrzeitverlängerung von rund 80 Minuten.

(kag)
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