Revision: Raser vom Auenweg will Haftstrafe nicht akzeptieren

Anwalt legt Revision ein: Kölner Raser will Haftstrafe nicht akzeptieren

Einer der verurteilten Kölner Raser akzeptiert das neue Urteil nicht. Der Anwalt des 25-Jährigen hat Revision gegen die Haftstrafe eingelegt.

Das teilte das Kölner Landgericht auf Anfrage mit. Rechtsanwalt Michael Biela-Bätje möchte das Urteil vom 22. März also für seinen Mandanten Erkan F. vom Bundesgerichtshof (BGH) überprüfen lassen.

Der Vorsitzende Richter hatte beiden Angeklagten am Donnerstag nahe gelegt, das Urteil zu akzeptieren - auch um Ruhe einkehren zu lassen im Leben der Familie der 19-jährigen Radfahrerin, die durch ein illegales Autorennen von Erkan F. und Firat M. (24) im April 2015 im Auenweg in Köln ums Leben gekommen war.

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Der BGH hatte ein erstes Urteil des Kölner Landgerichts mit Bewährungsstrafen für beide Angeklagte gekippt und an eine andere Kammer zurückverwiesen. Statt Bewährung bekamen beide in der vergangenen Woche Haftstrafen. Möglich, dass der BGH die Revision als unbegründet verwirft.

Rechtsanwalt Sebastian Schölzel, der Firat M. vertritt, hat mit seinem Mandanten noch nicht entschieden, ob der das Urteil akzeptieren wird.

(hsr)