Quersallou: Kasalla-Frontmann spricht über abgesagtes Konzert in Köln

Konzert-Aus von Kasalla, Cat Ballou und Querbeat in Köln : „Prinzipiell wäre ein Auftritt in Düsseldorf eine lustige Idee“

Wegen Sicherheitsbedenken hat die Stadt Köln ein gemeinsames Konzert von Kasalla, Cat Ballou und Querbeat abgesagt. Wir haben gefragt, was die Musiker über die Entscheidung der Stadt und alternative Auftrittsorte denken.

Seit zwei Jahren planen die bekannten Kölsch-Bands Kasalla, Cat Ballou und Querbeat hinter den Kulissen ein einmaliges Projekt: An Weiberfastnacht treten sie gemeinsam unter dem Namen Quersallou in Köln auf. Sieben Auftritte waren ursprünglich für den Tag geplant, der einzig öffentlich zugängliche wurde nun von der Stadt Köln abgesagt. Der Grund: Man rechne mit zu vielen Zuschauern und könne die Sicherheit auf dem Gelände vor der Uni-Mensa, wo das einstündige Konzert hätte stattfinden sollen, nicht gewährleisten.

„Klar, Sicherheit geht immer vor. Trotzdem ist es sehr schade und wir sind traurig, dass nun so kurzfristig die Absage kam“, sagte Bastian Campmann, Sänger von Kasalla, im Gespräch mit unserer Redaktion. „Unserer Meinung nach hätte man das Konzert spielen können. Alle Beteiligten, auch die Stadt, hatten ja eigentlich Bock drauf.“ Anfangs hätten die drei Bands sogar überlegt, eine eigene Bühne zu installieren, seien aber wegen des enormen organisatorischen Aufwandes von der Idee wieder abgerückt. Auch ohne Ankündigung spontan an irgendeinem Ort in der Stadt zu spielen ginge laut Campmann nicht. „Wenn da was passieren würde, wäre das schlimm.“ Insofern respektieren die Bands die Entscheidung der Verantwortlichen bei der Stadt.

Nichtsdestotrotz scheint es absurd, dass drei der beliebtesten Bands im Rheinland nun ausgerechnet an Weiberfastnacht den Vormittag über nichts zu tun haben, weil sie in Köln schlichtweg nicht auf die Bühne gelassen werden. Könnte Quersallou nicht stattdessen in Düsseldorf auftreten - vorausgesetzt ein Verein würde sie hier auf eine Open-Air-Bühne einladen? Schließlich sind alle drei Bands auch im Düsseldorfer Karneval bekannt. „Prinzipiell wäre ein Auftritt in Düsseldorf eine lustige Idee“, sagt Campmann mit einem Lachen. In der Praxis würde ein solches Unterfangen aber wohl eher schwierig: „Von den Fahrtzeiten würden wir das an dem Tag nicht schaffen.“ Stattdessen freut er sich aufs Ausschlafen an Weiberfastnacht. Für einen Sinneswandel der Stadt Köln wären die rund 20 Musiker des Bandprojekts aber noch zu haben. „Wir sind spontan. Wenn am Abend vor Weiberfastnacht doch noch der Anruf kommt, dass wir spielen können, stehen wir am nächsten Morgen auf der Bühne.“ Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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