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Prozessbeginn um mutmaßliche Vergewaltigung im Kölner Karneval

Drei Männer auf der Anklagebank : Prozessbeginn um mutmaßliche Vergewaltigung im Kölner Karneval

Drei Männer sind angeklagt, sie sollen im Februar 2020 in Köln eine Frau missbraucht haben. Sie sollen sich gegenseitig in einer Whatsappgruppe angestachelt und Videos von der Tat gemacht haben.

Eine mutmaßliche Vergewaltigung im Karneval beschäftigt seit Donnerstag das Kölner Landgericht. Angeklagt sind drei Männer im Alter von 31, 35 und 42 Jahren, die im Februar 2020 als Touristen nach Köln gereist und in einem Hotel eine Frau missbraucht haben sollen. Die Vorwürfe lauten auf Vergewaltigung, Anstiftung zur Vergewaltigung und unterlassene Hilfeleistung.

Laut Anklage hatte der 31-Jährige beim Karneval feiern in einem Lokal eine 21-Jährige kennengelernt und „Zärtlichkeiten“ mit ihr ausgetauscht. Im Hotelzimmer des Angeklagten sollen sie dann einvernehmlichen Sex gehabt haben.

Anschließend soll der Mann Fotos von der Frau, die stark alkoholisiert war und nackt auf dem Bett schlief, gemacht und in eine WhatsApp-Gruppe eingestellt haben, in der auch die beiden anderen Angeklagten aktiv gewesen sein sollen.

Die Gruppe nannte sich laut Staatsanwaltschaft „Stich-Gruppe“ und habe „dem Austausch und Wettbewerb hinsichtlich sexueller Eroberungen der einzelnen Gruppenmitglieder“ gedient.

In dem Chat soll der 31-Jährige dann geprahlt und den 35-Jährigen aufgefordert haben, in sein Hotelzimmer zu kommen und ebenfalls mit der schlafenden Frau Sex zu haben, was die Staatsanwaltschaft als Anstiftung zur Vergewaltigung wertet. Der 35-Jährige soll der Aufforderung nachgekommen sein.

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Der währenddessen ebenfalls anwesende dritte Angeklagte, ein Arzt, soll ein Handyvideo von der Tat erstellt und in die Chatgruppe gestellt haben. Der 35-Jährige soll erst von der Frau abgelassen haben, als diese wach geworden sei und über Übelkeit geklagt habe.

Am ersten Verhandlungstag kündigten zwei der Angeklagten an, sich später zu den Vorwürfen äußern zu wollen. Der Dritte will zunächst schweigen. Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage geplant.

(chal/dpa)