Prozess in Köln: Stalker von Harald Schmidt soll in die Psychiatrie

Prozess gegen Stalker von Harald Schmidt: "Mein Mandant ist kein böser Mensch"

Ein 39-Jähriger steht in Köln vor Gericht, weil er den Schauspieler Harald Schmidt und dessen Familie über Jahre gestalkt haben soll. Die Staatsanwaltschaft hat die Unterbringung des Angeklagten in einer psychiatrischen Klinik beantragt.

Harald Schmidt und seine Partnerin hätten in erheblicher Sorge um die gemeinsamen Kinder leben müssen, sich nach Einbruch der Dunkelheit kaum aus dem Haus gewagt. Der Angeklagte soll die Familie und Schmidts Managerin unter anderem mit Bomben-und Todesdrohungen tyrannisiert haben.

Die Taten habe er im Zustand verminderter Schuldfähigkeit begangen, wie die Staatsanwältin sagte. Der Angeklagte, der vor seiner Verhaftung obdachlos war, leidet unter einer paranoiden Schizophrenie.

Der Anwalt von Schmidts Managerin sagte in seinem Plädoyer: "Meiner Mandantin kommt es darauf an, dass der Angeklagte in irgendeiner Art behandelt wird - auch zum Schutz der Allgemeinheit."

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Der Verteidiger des Angeklagten sagte: "Mein Mandant ist kein böser Mensch, sondern ein kranker Mensch." Der Angeklagte selbst bat die Vorsitzende Richterin in seinem letzten Wort darum, ihn nicht in der Forensik oder einem Obdachlosenheim landen zu lassen. "Ich passe nicht in die Forensik." Er will die Chance haben, sein Leben in eine gute Richtung zu bringen. "Sofern das noch möglich ist", sagte er.

Ein Urteil wird noch am Nachmittag erwartet.

(hsr)