Polizeipräsident Wolfgang Albers: "Herkunft von Verdächtigen nie verschleiert"

Silvester in Köln: Polizeipräsident Albers: "Herkunft von Verdächtigen nie verschleiert"

Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers hat sich zu der Kritik am Polizeieinsatz rund um den Hauptbahnhof zu Silvester geäußert. Er habe die Herkunft von Tatverdächtigen zu keinem Zeitpunkt verschleiert, so Albers.

Albers hatte gesagt, man wisse nichts über die Herkunft der Täter. Mehrere Medien zitierten jedoch Kölner Polizeibeamte, die sehr wohl wussten, woher die Verdächtigen stammten. Nach Informationen unserer Redaktion soll die Staatsangehörigkeit aus politischen Gründen bewusst nicht genannt worden sein.

Im Folgenden das Statement von Wolfgang Albers im Wortlaut:

"Meine Mitarbeiter und ich haben seit der von mir initiierten Pressekonferenz am 3. Januar mehrfach öffentlich betont, dass Polizistinnen und Polizisten während des Silvestereinsatzes im Bereich des Bahnhofsvorplatzes eine Vielzahl von Personen kontrolliert haben. Bei diesen Personen haben die Beamtinnen und Beamten Identitätsfeststellungen durchgeführt. Ich habe immer wieder verdeutlicht, dass sich viele der von diesen Maßnahmen Betroffenen mit vom "Bundesamt für Migration und Flüchtlinge" ausgestellten Dokumenten auswiesen.

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Ich habe stets erklärt, dass die von den Polizistinnen und Polizisten kontrollierten Männer nicht zwangsläufig auch die Täter der schrecklichen Übergriffe sein müssen. Solange die Polizei Menschen keine durch Fakten gestützten Tatvorwürfe machen kann, gilt hier in Deutschland die Unschuldsvermutung.

Ich habe mich nie und werde mich auch in Zukunft nicht an Spekulationen beteiligen. Mir vorzuwerfen, dass ich die Herkunft von Tatverdächtigen verschleiert hätte ist daher vollkommen abstrus. Wer meinen wiederholten Ausführungen dazu zugehört hätte, dem müsste das deutlich geworden sein."

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