„Marsch für die Freiheit“ in Köln Tausende Menschen demonstrieren gegen Lage im Iran und in der Ukraine

Köln/Berlin · Tausende Menschen haben am Samstag in Köln die systemkritischen Proteste im Iran unterstützt und zugleich Hilfe für die vom Krieg erschütterte Ukraine gefordert. Unter dem Titel „Marsch für die Freiheit“ zog am Mittag eine Demonstration durch die Innenstadt.

Köln: So war der Marsch für die Freiheit
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So war der Marsch für die Freiheit in Köln

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Foto: dpa/Marius Becker

Organisiert wurde die Kundgebung unter anderem vom deutsch-ukrainischen Verein Blau-Gelbes Kreuz.

Die Demonstranten forderten mehr Druck auf die iranische Regierung zur Freilassung politischer Gefangener, aber auch eine Verstärkung der militärischen Unterstützung der Ukraine und eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland.

Auch in Berlin gingen am Samstag erneut Menschen für Veränderungen im Iran auf die Straße. Am Brandenburger Tor kamen am Nachmittag nach Schätzung der Polizei rund 150 Menschen zusammen. Am Werderschen Markt in der Nähe des Auswärtigen Amts ging die Polizei zunächst von rund 120 Teilnehmern aus. Angemeldet gewesen waren die Aktionen mit deutlich mehr Menschen.

Im Iran gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Proteste gegen den autoritären Kurs der Regierung. Auslöser war der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Die Polizei hatte sie festgenommen, weil sie angeblich ihr Kopftuch nicht vorschriftsmäßig trug. Seit ihrem Tod protestieren landesweit Tausende Menschen gegen den repressiven Kurs der dortigen Regierung sowie das islamische Herrschaftssystem.

(kag/dpa)
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