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WDR-Projekt: Mal eben durch den Kölner Dom schweben

WDR-Projekt : Mal eben durch den Kölner Dom schweben

Ein Projekt des WDR ermöglicht ab dem 11. April virtuelle Touren durch den Kölner Dom per App. Mit einer 360-Grad-Technik geht es auch in sonst verborgene Bereiche der Kathedrale.

Gerd Bachner kann jetzt ins Mittelalter reisen oder sich seinen Dom anschauen, wie er nach Kriegsende aussah. Der Kölner Dompropst hat am Freitag das WDR-Projekt "360 Grad Kölner Dom" getestet. Bachner bekam eine Virtual-Reality-Brille aufgesetzt und konnte durch die Kathedrale spazieren, ohne wirklich dort zu sein. Sein Urteil: "Faszinierend".

Mit einer 360-Grad-App, die ab dem 11. April verfügbar ist, lässt sich der Dom virtuell erkunden. Ein Team des WDR hat das Projekt mit Hilfe von Hörspiel-Soundexperten realisiert. Intendant Tom Buhrow stellte es nun vor. "Ich war wirklich überwältigt", sagte er. "Es ist fast realer als die Realität." Er ist davon überzeugt, dass das Projekt sehr viele Leute auch in den echten Dom locken wird. Das ist auch in Gerd Bachners Sinne: "Was kann einem Propst Besseres passieren?"

Mittels der Technik kann man sich mitten im Gottesdienst neben den Organisten setzen, durch das Mittelschiff des Doms schweben oder Bereiche besuchen, in die man als realer Besucher nie kommt, wie etwa den Innenchor, eine Kapelle oder sonst gesperrte Teile der Dombauhütte. "Man kann auch ein privates Konzert des Domchors bei Nacht erleben", sagt Projektleiter Thomas Hallet.

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In der App lassen sich 360-Grad-Videos anschauen, der Ausschnitt ändert sich mit jeder Bewegung. Die Umwelt lässt sich am besten ausblenden, indem man Virtual-Reality-Brillen aufsetzt, in die das Mobiltelefon geklemmt wird. Einen ersten Eindruck vermittelt die Website. Mit einer speziellen VR-Brille, der HTC Five, kann man sich nicht nur um die eigene Achse drehen, sondern sich ganz frei im Raum bewegen. Mehr Infos gibt es hier.

(hsr)