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Köln/Leverkusen: Lanxess treibt Neuausrichtung voran

Köln/Leverkusen : Lanxess treibt Neuausrichtung voran

Lanxess-Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert hat am Mittwochvormittag in der telefonischen Pressekonferenz zu den Ouartals-Unternehmenszahlen die gute Auslastung der Produktionsstandorte Leverkusen, Dormagen und Uerdingen gelobt. Die Kessel seien dort gut gefüllt, die Organisation gut aufgestellt. Ein größerer Stellenabbau oder gar Anlagenschließungen sind in diesen Werken offenbar nicht geplant.

Die angedachten Anpassungs- und Veränderungsmaßnahmen in den deutschen Produktionsbetrieben seien "überschaubar", ergänzte Zachert. Die Schwierigkeiten liegen für Lanxess eher in den ausländischen Betrieben. Vermutlich stark von Verschlankungen betroffen ist aber die Lanxess-Verwaltung, die hauptsächlich in Deutschland (Konzernsitz ist Köln) sitzt.

Zahlen zum Stellenabbau oder den anvisierten Kosteneinsparungsgrößen nennt der Vorstandsvorsitzende dennoch nicht. Dies habe er mit dem Betriebsrat so vereinbart. An dieses Wort halte er sich, auch wenn er deshalb Druck vom Kapitalmarkt erwartet. Derzeit werden 1400 Einzelmaßnahmen von 300 Mitarbeitern in zehn Arbeitsgruppen geprüft. Erst wenn einvernehmliche Lösungen vorliegen, will die Konzernführung nach Verhandlungen mit den Betriebsräten weitere Einzelheiten nennen. Dies soll spätestens im November geschehen.

Auf die Frage, ob Lanxess betriebsbedingte Kündigungen ausschließt, sagt Zachert: "Man kann derzeit nichts ausschließen." Mit Wirkung vom 1. Januar 2015 reduziert das Unternehmen die Zahl der Geschäftsbereiche von 14 auf zehn.

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Lanxess-Vorstand Werner Breuers ist aus dem Vorstand ausgeschieden, teilt der Chemiekonzern am Mittwoch weiter mit. "In beiderseitigem Einvernehmen", betont Zachert, der seinen Kollegen noch als Berater nutzen will. Breuers war bisher unter anderem für die heute problematische Kautschuksparte zuständig. Die Trennung von Breuers macht den Weg frei für eine weitgehende Neuaufstellung dieser Sparte, die auch mit von Lanxess selbst geschaffenen Überkapazitäten zu kämpfen hat.

(US)