Landgericht Köln Mann soll schwangere Freundin ermordet haben – Urteil erwartet

Köln · Weil sie ihre Schwangerschaft seiner Familie offenbaren wollte, soll eine Frau von ihrem Ex-Freund ermordet worden sein. Jetzt wird das Urteil in dem Mordprozess erwartet.

Das Landgericht in Köln.

Das Landgericht in Köln.

Foto: dpa/Federico Gambarini

Im Prozess um den Mord an einer schwangeren Frau aus Leverkusen wird am Montag (14.00 Uhr) das Urteil erwartet. Angeklagt in dem Prozess vor dem Kölner Landgericht ist der 34 Jahre alte ehemalige Lebensgefährte der Frau, der auch Vater des ungeborenen Kindes gewesen sein soll. Die Anklage lautet auf heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen in Tateinheit mit verbotenem Schwangerschaftsabbruch.

Laut Anklage soll der Türke im vergangenen Oktober seine im vierten Monat schwangere Ex-Freundin auf der Straße mit einem Küchenmesser niedergestochen haben. Das Opfer starb noch am Tatort durch einen Stich ins Herz. Auch der Embryo überlebte nicht.

Als Motiv nimmt die Staatsanwaltschaft an, dass die Frau plante, der Mutter des Angeklagten von der Schwangerschaft zu erzählen. Der Mann soll bis zu diesem Zeitpunkt die Beziehung zu der Frau sowie ihre Schwangerschaft gegenüber seiner muslimischen Familie geheim gehalten haben. Die Staatsanwaltschaft plädierte auf eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes. Der Verteidiger forderte eine Verurteilung wegen Totschlags, ohne ein konkretes Strafmaß zu nennen.

(kag/dpa)