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Landgericht in Köln: Missbrauchsprozess Bergisch Gladbach nach Brandalarm in Kölner Gericht verschoben

Gebäude evakuiert : Missbrauchsprozess nach Brandalarm in Kölner Gericht verschoben

Kurz vor dem geplanten Beginn des Prozesses gegen einen zentralen Verdächtigen im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach hat es im Kölner Landgericht einen Alarm gegeben. Das Gebäude wurde evakuiert. Der Prozess soll nun am nächsten Montag starten.

Wegen eines Brandes im Kölner Landgericht hat der Prozess gegen einen zentralen Verdächtigen im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach nicht wie geplant begonnen. Der Auftakt am Montag wurde kurzfristig verschoben.

Mehrere Feuerwehrwagen fuhren am Mittag vor dem Kölner Langericht auf. Das Gebäude musste evakuiert werden, zahlreiche Menschen warteten davor. Dann die Ansage: Zahlreiche Prozesse werden an diesem Tag nicht mehr stattfinden, auch der Prozess gegen Jörg L. im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach, der um 13 Uhr hätte beginnen sollen.

Im Gericht habe es in einem Kälteraum einen Brand an einem Schaltschrank gegeben, erklärte ein Sprecher. Man gehe von einem technischen Defekt aus. Der Rauch sei aber bis in die sogenannte Vorführstelle gezogen - an dem Ort warten in Haft befindliche Angeklagte auf ihren Prozess. Auch der Angeklagte im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach hätte dort untergebracht werden müssen. Das sei momentan aber nicht zumutbar.

Die Staatsanwaltschaft wirft Jörg L. vor, immer wieder seine kleine Tochter sexuell missbraucht zu haben. Der Deutsche gilt als zentrale Figur im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach, der sich mittlerweile auf ganz Deutschland erstreckt. Mit Durchsuchungen bei ihm im Herbst 2019 war der ganze Fall ins Rollen gekommen. Der Prozess war daher mit Spannung erwartet worden.

Der Prozess im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach soll nun am 17. August verhandelt werden. Das teilte das Kölner Landgericht am Montagnachmittag mit. Der Prozess startet damit eine Woche später als ursprünglich geplant.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Brandalarm in Kölner Landgericht vor Missbrauchsprozess

(top/kess/mba/dpa)