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Kritik an Kolonialisierung: Kölner Kaiser-Denkmal mit Farbe besprüht

Kritik an Kolonialisierung : Aktivisten besprühen Kölner Kaiser-Denkmal mit Farbe

Um Kritik an der Kolonialisierung zu äußern, haben Unbekannte mitten in Köln ein Reiterdenkmal von Kaiser Wilhelm II. mit Farbe besprüht. Sie hinterließen zudem mehrere kritische Transparente und Zettel.

Unbekannte haben mitten in Köln ein Reiterdenkmal von Kaiser Wilhelm II. großflächig mit Farbe besprüht. Sowohl der Sockel des Standbildes in der Nähe von Dom und Hohenzollernbrücke als auch die Unterseite des kaiserlichen Pferdes wurden in der Nacht zu Mittwoch in unterschiedlichen Rot- und Orangetönen eingefärbt, wie die Polizei mitteilte.

Darüber hinaus hätten „der oder die Täter“ mehrere kritische Transparente und Zettel hinterlassen, die sich mit Rolle des Kaisers und der Kolonialisierung befassten. „Spezialisten prüfen derzeit, um was für eine Farbe es sich handelt und wie diese möglichst schonend vom Denkmal entfernt werden kann.“ Im Zuge der globalen Proteste gegen Rassismus wächst in vielen Ländern auch die Kritik an Denkmälern von Protagonisten aus der Kolonialgeschichte.

(chal/dpa)