Kölner Zoo: Düsseldorfer Chirurgen operieren krankes Orang-Utan-Weibchen

Operation im Kölner Zoo : Düsseldorfer Chirurgen operieren krankes Orang-Utan-Weibchen

Für eine dringend notwendige Operation wurde ein Chirurgen-Team aus Düsseldorf in die Zoopraxis geholt. Weil Orang-Utans Menschen ähnlicher sind als Tieren, holte sich der Zoo diese Unterstützung.

Nach Angaben des Zoos fühlte sich das fast 30 Jahre alte Orang-Utan-Weibchen Cori in der letzten Zeit sichtlich unwohl. „Sie fraß nicht richtig und schien Bauchschmerzen zu haben“, teilte der Zoo am Dienstag auf seiner Facebook-Seite mit.

Da sich Coris Gesundheitszustand trotz Medikamenten offensichtlich nicht besserte, wurde das Weibchen unter Narkose gelegt und gründlich untersucht. Im Ultraschall stellten die Ärzte eine „massiv veränderte Gebärmutter“ mit Tumor sowie schwere Entzündungen fest. Cori bekam daraufhin Schmerzmittel und Anitbiotika, eine Operation wurde umgehend geplant.

Orang-Utans gehören zu den Menschenaffen und ähneln somit mehr dem Mensch als anderen Tieren. Deshalb bat die Zootierärztin ein Chirurgenteam der Sana-Kliniken in Düsseldorf um Hilfe.

Kurzerhand verwandelten Claus Franke und sein Team die Zootierpraxis in einen richtigen Operationsraum und führten die OP erfolgreich durch. Die Gebärmutter von Orang-Utan-Dame Cori musste vollständig entfernt werden. Zum Glück habe man einen bösartigen Tumor ausschließen können, hieß es weiter.

Laut dem Kölner Zoo hat Cori die Operation gut überstanden und ist nun zurück in der Gruppe der Orang-Utans. „Sie erfüllt wieder ihre Aufgabe als Mutter der fünfjährigen Ciri“, heißt es weiter. Das 30-jährige Weibchen ist sogar schon Oma, im November wurde ihr Enkel Cabu geboren.

Auf Facebook nehmen zahlreiche Nutzer Anteil am Schicksal der Orang-Utan-Dame. „Dem lieben Tier alles Gute und gute Besserung“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer findet: „Toll, was so alles möglich ist.“

In diesen Tagen ist einiges los im Kölner Zoo. So hat erst vor wenigen Wochen Erdmännchen-Weibchen „Pepples“ gleich vier Junge geboren. Zu den Bildern der possierlichen Tierchen geht es hier. Neben den drei Weibchen und vier Jungtieren leben noch sieben Männchen auf der Kölner Anlage.

(dtm)
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