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Kölner Stadtarchiv: Stadt vermutet "Ausführungsfehler" als Ursache

Stadt-Archiv in Köln : "Ausführungsfehler" beim U-Bahn-Bau Grund für Einsturz?

Auch fünf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs steht die genaue Ursache nicht fest. Die Stadt ist nun aber zuversichtlich, in den nächsten Monaten Klarheit schaffen zu können. Und dann sollen auch die Verantwortlichen benannt werden.

Die Stadt Köln vermutet als Ursache für den Einsturz des Stadtarchivs einen "Ausführungsfehler" der am U-Bahn-Bau beteiligten Firmen. Dies sei die "wahrscheinlichste Schadensursache", auch wenn der letzte Beweis noch ausstehe, sagte Stadtdirektor Guido Kahlen am Montag in einer Pressekonferenz zum fünften Jahrestag des Einsturzes am 3. März. Ende dieses Jahres werde der Einsturz voraussichtlich aufgeklärt sein, sagte Kahlen. Bei dem Einsturz waren zwei junge Anwohner ums Leben gekommen. Es entstand ein Schaden von schätzungsweise einer Milliarde Euro.

Klarheit sollen Tauchgänge im Laufe dieses Jahres bringen. Spezialisten aus den Niederlanden sollen dann unterhalb des Grundwasserspiegels die vermutete Schadstelle ausfindig machen. Dabei handelt es sich nach Vermutungen der Stadt um ein großes Loch in einer Wand der U-Bahn-Baustelle. "Wir gehen davon aus, dass wir ein Loch in der Schlitzwand finden werden", sagte am Montag der technische Vorstand der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), Jörn Schwarze. Weitere Untersuchungen sollen ausschließen, dass der Einsturz durch einen plötzlichen und nicht vorhersehbaren Wassereinbruch ausgelöst wurde. In einem solchen Fall träfe die Bauunternehmen keine Schuld.

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Auf die Frage, ob das Unglück hätte verhindert werden können, erwiderte Kahlen, dazu habe man "noch keine abschließenden Erkenntnisse". Schon lange vor dem Einsturz waren in dem Archiv und in vielen anderen Gebäuden an der Strecke große Risse aufgetreten.

(lnw/irz)