Kölner Rhein-Seilbahn geht wieder in Betrieb

Nach spektakulärer Panne : Kölner Rhein-Seilbahn fährt wieder

Mehrere Stunden musste eine vierköpfige Familie im vergangenen Herbst in einer Seilbahngondel über dem Rhein auf Rettung warten. Am Freitag soll die Seilbahn erstmals nach der Panne wieder fahren.

Fünf Monate nach der dramatischen Rettung einer Familie aus einer Seilbahn-Gondel über dem Rhein in Köln nimmt die Touristenattraktion wieder ihren Betrieb auf. Ab diesem Freitag sollen die Gondeln wieder fahren, teilte die Kölner Seilbahn-Gesellschaft am Dienstag mit.

Am 21. Oktober hatte eine Familie mit zwei kleinen Kindern stundenlang in rund 40 Metern Höhe über dem Rhein ausharren müssen, nachdem die Gondel stehen geblieben war. Die Fahrt mit der Gondel war ein Geburtstagsgeschenk für den zweijährigen Sohn. Sein Brüderchen war damals erst drei Monate alt. Nach etwa vier Stunden war die Familie auf ein Feuerwehrschiff auf dem Rhein abgeseilt worden. Der Unfall war durch eine starke Windböe verursacht worden. Damals war ein Rad einer anderen Gondel aus der Führung gesprungen und hatte so die komplette Bahn lahmgelegt.

Nach der Panne war die Seilbahn bereits vor der regulären Winterpause nicht wieder in Betrieb gegangen. In der Winterpause wurden Ausbesserungsarbeiten an Gondeln und Seilbahn vorgenommen. Rund 150 000 Euro wurden investiert.

"Ich würde jeder Zeit mit meinen Kindern mit der Seilbahn fahren", sagte Thomas Miebach, Geschäftsführer des Betreibers, einer Tochtergesellschaft der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB). Er betonte, dass die Seilbahn sicher sei und Gäste sorgenfrei einsteigen könnten.
In Zukunft richte sich die Geschwindigkeit der Seilbahn stärker nach dem Wind.

Zu der Familie habe der Betreiber seit der Rettungsaktion mehrfach Kontakt gehabt. "Es war ein nettes, unproblematisches Verhältnis", sagte Franz Rolf Ramien, Pressesprecher der KVB. Ob sie allerdings zum Saisonstart kommen werde, sei nicht klar. Angst vor einem Imageschaden durch die Panne habe man nicht. "Direkt nach dem Unfall mussten wir Gäste abweisen, die gerne gefahren wären", sagte Miebach.

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(lnw)
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