Kölner Restaurant wehrt sich gegen Abschiebung von Koch Habib

"Menschlich eine Katastrophe" : Chefkoch von Kölner Restaurant soll abgeschoben werden

Der Chefkoch eines Kölner Restaurants soll abgeschoben werden. Sein Arbeitgeber machte den Fall bei Facebook öffentlich. Viele wollen Habib unterstützen.

Das Restaurant "Bagatelle" in Köln-Lindenthal sorgt sich um seinen Chefkoch. Habib soll nach Bangladesh abgeschoben werden. Die Besitzer der "Bagatelle" können das nicht verstehen. "Er liebt dieses Land und seine Kultur und sein Lieblingslied ist 'Stadt met K' von Kasalla", loben die Inhaber des Restaurants. "Er verträgt mehr Kölsch als die meisten unserer 140 Mitarbeiter, isst gerne Mettbrötchen und ist immer nett, zuvorkommend und höflich."

Das Restaurant in Köln-Lindenthal machte den Fall am Sonntagabend bei Facebook öffentlich. Der Post endet mit dem Appell: "Seine Abschiebung wäre für ein deutsches Unternehmen geschäftsschädigend und menschlich eine wirkliche Katastrophe. Wenn das hier irgendjemand liest, der etwas zu entscheiden hat, bitte helft Habib!"

Der Fall berührt die Facebook-Gemeinde. Schon nach 15 Stunden haben 1200 Menschen den Post geteilt. Einige Nutzer empfehlen Rechtsanwälte, die gegen die Entscheidung vorgehen sollen. Einer schlägt vor, dem jungen Mann eine nette deutsche Ehefrau vorzustellen, andere wollen eine Petition starten.

Die "Bagatelle zum Marienbildchen" wurde 2016 eröffnet. Geschäftsführerin Reja-Lisa Rabe führt noch drei weitere Restaurants unter dem Namen "Bagatelle" in Köln und Umgebung.

(woa)