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Kölner Ordnungsamt stoppt Party von Lehrern und Medizinern

Trotz Ausgangssperre : Kölner Ordnungsamt stoppt Party von Lehrern und Medizinern

In der ersten Nacht der Ausgangssperre hat das Ordnungsamt in Köln eine illegale Techno-Party mit etwa 35 Teilnehmern aufgelöst. Unter den Partygästen waren hauptsächlich Mediziner - ihnen drohen zum Teil dienstrechtliche Konsequenzen.

Am späten Samstagabend lösten Polizei und Ordnungsamt eine Party in einer Hütte in Köln Porz auf. Dort hatten sich rund 30 bis 35 Menschen getroffen, berichtete ein Sprecher der Polizei am Sonntag. Bei Eintreffen der Beamten hätten mehrere Partygäste versucht, sich zu verstecken oder zu fliehen. Außerdem seien Drogen konsumiert worde.

Nach eigenen Angaben seien mehrere der Teilnehmer Mediziner gewesen, sagte eine Sprecherin der Stadt. Sie hätten ihr bestandenes Examen feiern wollen. Ob die Mediziner in Klinken der Stadt Köln beschäftigt sind, solle nun zeitnah geprüft werden. Darüber hinaus sollen auch Lehrkräfte unter den Feiernden gewesen sein.

Falls die Mediziner an den Kliniken der Stadt Köln beschäftigt sind, sollen dienstrechtliche Konsequenzen geprüft werden. Bei den Lehrern soll die Schulleitung über die Teilnahme an der illegalen Party informiert werden.

Das Ordnungsamt hat Namen und Adressen der Feiernden überprüft. Ihnen drohen jetzt jeweils 250 Euro Bußgeld, dem Veranstalter sogar 500 Euro.

Das Ordnungsamt hatte im Vorfeld Hinweise zu der Party bekommen und kündigte an, die betroffenen Schulen und womöglich medizinische Einrichtungen zu kontaktieren.

Die Ausgangssperre wurde aber von den meisten Kölnern eingehalten. Die Polizei zeigte massive Präsenz auf den Straßen.

(dpa/bsch)