Großbaustelle Köln Hauptbahnhof Wie Pendler trotz Sperrungen und Einschränkungen ans Ziel kommen

Köln · Auf der Bahnstrecke rund um Köln kommt es im März erneut zu zahlreichen Einschränkungen. Der Grund dafür ist der Ausbau des elektronischen Stellwerkes „Linker Rhein“. Das müssen Bahnkunden nun wissen.

Am Kölner Hbf kommt es im März zu Einschränkungen. (Symbolbild)

Am Kölner Hbf kommt es im März zu Einschränkungen. (Symbolbild)

Foto: dpa/Marius Becker

Pendler, die mit der Bahn unterwegs sind, müssen im März rund um Köln wieder starke Nerven mitbringen. Denn für gut drei Wochen, vom 1. bis 22. März, plant die Deutsche Bahn große Modernisierungsmaßnahmen. Das bedeutet: viele Zugausfälle und Schienenersatzverkehr.

Welche Züge des Nahverkehrs sind betroffen?

Bei den Linien RE 5 (RRX), RB 48, RE 12/22, RB 30, RB 26, RB 24 kommt es zu Zug-,Teil- und Haltausfällen. Fahrzeitänderungen, Zusatzhalte und Schienenersatzverkehr im Großraum Köln/Bonn.

  • RE 12: Die Halte Köln Messe/Deutz, Köln Hauptbahnhof, Köln-Süd, Erftstadt und Euskirchen können entfallen
  • RE 22: Die Halte Köln Messe/Deutz, Köln Hauptbahnhof, Köln-West, Köln-Süd, Hürth-Kalscheuren können entfallen
  • RE 24: Die Halte Köln Messe/Deutz, Köln Hauptbahnhof, Köln-West, Köln-Süd, Hürth-Kalscheuren und Erftstadt können entfallen
  • RE 5: Die Halte Köln-Süd, Brühl, Bonn Hauptbahnhof, Bonn UN Campus, Bonn-Bad Godesberg und Oberwinter können entfallen
  • RB 26: Die Halte Köln Messe/Deutz, Köln Hauptbahnhof, Köln-West, Köln-Süd, Hürth-Kalscheuren können entfallen
  • RB 48: Die Halte Köln-West, Köln-Süd, Hürth-Kalscheuren, Brühl, Sechtem, Roisdorf, Bonn Hauptbahnhof, Bonn UN Campus, Bonn-Bad Godesberg und Bonn-Mehlem können entfallen
  • RB 30: Züge werden zwischen Bonn Hauptbahnhof und Brühl verlängert

Mehr Infos unter https://www.zuginfo.nrw/

So wird der Schienenersatzverkehr eingesetzt

  • SEV RE 22: Abfahrt in Köln Hauptbahnhof in Richtung Erftstadt von Bussteig E, ohne Zwischenhalte
  • SEV RB 48: Abfahrt in Köln Hauptbahnhof in Richtung Brühl von Bussteig B, ohne Zwischenhalte
  • Fahrgäste von und nach Hürth-Kalscheuren können mit der Linie 818 von und nach Sechtem bis Merten und dann in die Stadtbahnlinie 18 umsteigen.
  • Fahrgäste können alternativ zwischen Hürth-Kalscheuren und
  • Hürth-Hermülheim die Buslinie 714 und weiter die Stadtbahnlinie 18 von und nach Köln Hauptbahnhof nutzen
  • Fahrgäste von Hürth in Richtung Kall können alternativ auch die Buslinie 979 zwischen Hürth-Hermülheim und Erftstadt nutzen.

Welche Auswirkungen haben die Bauarbeiten im Bahnknoten Köln für den Fernverkehr?

Die Fernverkehrszüge werden größtenteils umgeleitet. Dadurch kann es zu Fahrzeitänderungen und Haltausfällen kommen. Einzelne Züge entfallen auf Teilstrecken bzw. dem gesamten Laufweg. Reisende sollten ihre Verbindung daher vor Fahrtantritt in der Bahn App und auf zuginfo.nrw kontrollieren.

Wann und warum finden die Bauarbeiten im Bahnknoten Köln statt?

Die Bauarbeiten finden im Zeitraum von Freitag, 1. März, 20.30 Uhr, bis Freitag, 22. März 2024, 21 Uhr, statt. Bei den Arbeiten geht es erneut um den Anschluss neuer Technik für das elektronische Stellwerk (ESTW) „Linker Rhein“. Laut DB werden rund 60 Kilometer Kabel verlegt und Signale eingerichtet. Außerdem sollen an den Weichen die Heizanlagen erneuert werden. Das Stellwerk soll Ende 2024 in Betrieb gehen. Dazu muss die Infrastruktur modernisiert werden. Nun ist der Abschnitt vom Kölner Hauptbahnhof und Brühl an der Reihe, ebenso wie der Abschnitt zwischen Hürth-Kalscheuren und Erftstadt.

Was ist das ESTW „Linker Rhein“?

Seit dem Baubeginn im Jahr 2020 hat die DB bereits zwei Modulgebäude errichtet, sowie neun Signalausleger, zwölf Signalbrücken, neun Signale am Einzelmast und drei Weichenheizstationen gebaut. Außerdem wurden laut einer Mitteilung der Bahn rund 20 Kilometer Kabelkanäle, zahlreiche Querungen und Schächte errichtet sowie mehr als 90 Kilometer Kabel verlegt.

Um den Knoten Köln fit für die Zukunft zu machen, investiert die Bahn insgesamt rund 100 Millionen Euro in das neue elektronische Stellwerk. Es wird laut Mitteilung mit moderner Technik ausgestattet, damit es auch mit künftigen Technikgenerationen kompatibel ist.

Das neue Stellwerk erhöht im Knoten Köln die Flexibilität im Zugverkehr und macht es robuster gegen Störungen. Letztlich bildet ESTW die Grundlage für die Digitalisierung der Schiene in Deutschland (ETCS).

(kag)
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