Prozess am Kölner Landgericht startet bald: Anklage wegen „Leiche ohne Kopf“ am Kölner Rheinufer erhoben

Rund zwei Jahre nach dem Fund einer Leiche ohne Kopf am Kölner Rheinufer ist Anklage gegen einen 36-jährigen Chinesen erhoben worden. Er soll seinen Kollegen getötet haben.

Dem Mann werde Totschlag vorgeworfen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Köln am Dienstag. Zuvor hatte die „Kölnische Rundschau“ darüber berichtet.

Der Beschuldigte soll im Sommer 2016 einen damals 28 Jahre alten Koch-Kollegen und Landsmann nach einer Auseinandersetzung in Köln getötet und beseitigt haben. Dem Arbeitgeber hatte der Beschuldigte laut Anklage erzählt, der zweite Koch sei abgereist, um in einer anderen deutschen Stadt zu arbeiten.

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Die Ermittlungen kamen ins Rollen, als spielende Kinder im Juli 2016 eine kopflose Leiche in einem Plastiksack am Rheinufer fanden. Der Tote konnte zunächst lange nicht identifiziert werden. Im Mai 2017 folgte dann der nächste Fund. Wiederum Kinder entdeckten in einem Waldstück den Schädel und weitere Knochen.

Die Spur führte die Polizei zu einem chinesischen Restaurant in der Kölner Innenstadt. Der Verdächtige wurde Anfang 2018 in Rosenheim festgenommen, wo er nach Angaben der Staatsanwaltschaft zu diesem Zeitpunkt unangemeldet als Koch arbeitete. Die Vorwürfe bestritt er.

(hsr/dpa)
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