Köln: Weltkriegsbombe in Porz gefunden

Krankenhaus muss evakuiert werden : Weltkriegsbombe wird in Porz entschärft - mehr als 3000 Anwohner betroffen

In der Nähe eines Krankenhauses ist in Köln ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Er wird am Mittwoch entschärft. Das Krankenhaus Porz muss vorher evakuiert werden.

Bei Sondierungsarbeiten hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst in Köln-Porz in der Nähe des Krankenhauses Porz einen Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, wie die Stadt Köln mitteilte. Die Bombe soll am Mittwoch, 18. Dezember 2019, entschärft werden.

Es handelt sich um eine englische Fünf-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder. Dazu muss das Krankenhaus Porz evakuiert werden. 95 Patienten müssten das Krankenhaus verlassen, sagte ein Sprecher der Klinik im Stadtteil Porz. Darunter seien zehn Intensivpatienten und fünf Kinder. Sie würden in umliegende Krankenhäuser verlegt. Die Klinikleitung sowie Feuerwehr und Ordnungsamt bereiten die Evakuierung gemeinsam vor. Die Evakuierung wird am Mittwoch voraussichtlich bis 13 Uhr abgeschlossen sein.

Bis zu diesem Zeitpunkt wird der Ordnungsdienst auch eine Seniorenresidenz evakuieren, außerdem müssen etwa 3.200 Anwohner ihre Wohnungen verlassen.

Die KVB-Bahnlinie 7 sowie die DB-Züge und S-Bahnen am Bahnhof Köln Steinstraße verkehren bis 8 Uhr planmäßig. Danach fahren sie weiter, halten aber nicht mehr an den KVB-Haltestellen Kloster und Steinstraße sowie am Bahnhof Köln Steinstraße. Ein- und Aussteigen ist dann an diesen Haltestellen nicht mehr möglich. Vor Entschärfung des Bombenblindgängers wird der Betrieb auf diesen Linien komplett unterbrochen.

(hsr)