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Köln: Vier Personen sollen 21-Jährige in WG zu Tode gepeinigt haben

Anklage in Köln : Vier Personen sollen 21-Jährige in WG zu Tode gepeinigt haben

Vier Persönen müssen sich vor Gericht wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Sie sollen eine 21-Jährige über Tage hinweg in einer WG in Köln eingesperrt, misshandelt und wie eine Sklavin behandelt haben. Das Opfer starb in einer Klinik an seinen Verletzungen.

Die grausamen Vorkommnisse sollen sich im Kölner Stadtteil Höhenberg abgespielt haben. Dort soll das Opfer im Frühjahr 2020 tagelang in einer Wohnung gepeinigt worden sein. Nach ihrer Befreiung erlag die Frau im Krankenhaus am 6. Juli 2020 einem multiplem Organversagen, so die Staatsanwaltschaft.

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen vier Personen wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen Körperverletzung mit Todesfolge erhoben, berichtet die „Kölnische Rundschau“. Einer der Verdächtigen soll der Ex-Freund des Opfers sein.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft listet demnach Details der Misshandlungen auf. Unter anderem soll das Opfer mit einer Hundeleine geschlagen, mit Arbeitsstiefeln getreten, gewürgt und häufig mit Schlägen und Fäusten drangsaliert worden sein.

Weil eine Freundin die Frau vermisst habe, seien Polizei und Rettungsdienst eingeschaltet worden. Sanitäter fanden die lebensgefährlich verletzte Frau dann in der Wohnung der Täter.

(felt)