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Köln und Solingen: Schüsse und verletzter Beamter bei Polizeikontrollen in NRW

Polizeikontrolle in Köln : Autofahrer fährt auf Polizisten zu und rast über Rheinbrücke

Fast zeitgleich sind in Nordrhein-Westfalen zwei Polizeikontrollen aus dem Ruder gelaufen. In Köln raste ein Wagen mit mehr als 150 Stundenkilometern über eine Brücke - ohne Licht. Bei Solingen wurde ein Beamter sogar leicht verletzt.

Schüsse und ein verletzter Beamter: Gleich zwei Polizeikontrollen in Nordrhein-Westfalen haben sich am Dienstag zu spektakulären Verfolgungsjagden entwickelt.

Am Dienstagabend gegen 21 Uhr kam es zu einer waghalsigen Verfolgungsjagd in Köln. Der Fahrer eines schwarzen Autos sei auf der Flucht vor einer Kontrolle zunächst auf Polizisten zugefahren, berichteten die Beamten. Mit Sprüngen zur Seite hätten sie sich noch in Sicherheit bringen können. Ein Polizist soll im Zuge des Geschehens mehrfach auf das Fahrzeug geschossen haben.

Der Wagen raste den Angaben zufolge bei der Flucht über eine Kölner Rheinbrücke in Richtung Autobahn. Bei mehr als 150 Stundenkilometern Geschwindigkeit habe der Fahrer dabei das Licht ausgeschaltet, so die Polizei. Die Beamten brachen die Verfolgung aufgrund des unkalkulierbaren Risikos ab. Nach dem Wagen, der mit drei jungen Männern besetzt gewesen sein soll, wird nun gesucht.

Ein weiterer Schauplatz fast zur gleichen Zeit: Die A3 bei Solingen. Bei der Kontrolle eines Fahrzeugs wurden zwei Polizisten angefahren. Ein Beamter erlitt leichte Verletzungen. Ein 16-Jähriger soll hinter dem Steuer des Wagens gesessen haben. Demnach fielen auch Schüsse von Seiten der Polizei, durch die allerdings niemand verletzt wurde. Der 16-Jährige flüchtete aus dem Wagen, seine Beifahrerin kam in Gewahrsam. Ob der Jugendliche inzwischen gefunden wurde, blieb zunächst unklar.

(top/dpa)