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Köln: Stadt-Mitarbeiter getötet - 60-jähriger soll in Psychiatrie

Antrag der Staatsanwaltschaft : Mord an Kölner Stadt-Mitarbeiter - Schuldner soll in Psychiatrie

Nach dem Mord an einem Mitarbeiter der Kölner Kämmerei hat die Staatsanwaltschaft die Unterbringung des mutmaßlichen Täters in einer geschlossenen Psychiatrie beantragt.

Der Mann sei nicht schuldfähig - gleichzeitig gehe von ihm eine erhebliche Gefahr aus, heißt es in einem Bericht an den Justizausschuss des Landtags. Das Landgericht Köln muss jetzt in dem Fall entscheiden.

Dem zur Tatzeit 60-Jährigen wird vorgeworfen, am vergangenen 13. Dezember den städtischen Mitarbeiter (47) erstochen zu haben, als der mit einer Kollegin bei ihm an der Tür klingelte. Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als Mord.

In ihrem Antrag führt die Ermittlungsbehörde noch zwei weitere Taten auf: So soll der Beschuldigte am 6. März 2019 schon einmal eine Bedienstete einer anderen städtischen Behörde attackiert haben. Für die Staatsanwaltschaft war das versuchter Mord. Als der Mann danach in eine psychiatrische Klinik kam, habe er wiederum zwei Pflegekräfte angegriffen.

Der Mord an dem städtischen Mitarbeiter hatte für eine politische Debatte gesorgt, da der Mann von den ersten beiden Attacken des Schuldners nichts gewusst und ahnungslos bei ihm geklingelt hatte. Die Stadt Köln hatte danach ein ämterübergreifendes Meldesystem für Übergriffe auf städtische Mitarbeiter angekündigt.

(hsr/dpa)