Köln: Stadt lehnt Sicherheitskonzept für Silvesterparty ab

Nach Übergriffen in Köln: Stadt lehnt Sicherheitskonzept für Silvesterparty ab

An Silvester wird es am Kölner Dom wohl doch kein großangelegtes Fest für ein friedliches Zusammenleben geben. Aus Sicherheitsgründen lehnten die Stadt Köln und weitere Behörden ein erstes Konzept für die mögliche Veranstaltung ab.

Das teilte die Stadtverwaltung Köln am Donnerstag mit. Die Feier am Dom sollte in Anspielung auf die Vofälle in der vergangenen Kölner Silvesternacht den Titel "Zusammen neu beginnen - Willkommen 2017" tragen.

Eine Veranstaltungsfirma hatte ursprünglich geplant, zu Silvester auf den Plätzen am Hauptbahnhof und am benachbarten Kölner Dom Bühnen, eine Großbildwand sowie Verpflegungs- und Jahrmarktstände aufzubauen. Die entsprechenden Flächen müssten aber gerade bei dem an Silvester erwarteten starken Reiseverkehr und dem großen Besucherandrang aus Sicherheitserwägungen uneingeschränkt zur Verfügung stehen, betonten die Behörden. Ihre Nutzung dürfe nicht durch feste Aufbauten eingeschränkt werden.

  • Belästigung : Übergriffe in Darmstadt erinnern an Kölner Silvesternacht

Die Stadt stehe aber für weitere Gespräche über Veranstaltungsformen bereit, die entsprechende Sicherheitsaspekte berücksichtigten, erklärte die Stadtverwaltung. Alle beteiligten Behörden begrüßten demnach die Absicht des Veranstalters, ein Signal für ein friedvolles Zusammenleben zu setzen.

Beim vergangenen Jahreswechsel hatten am Kölner Hauptbahnhof offenbar überwiegend nordafrikanische Täter massenhafte sexuelle Übergriffe auf Frauen sowie Raubdelikte verübt. Die Polizei hatte die Taten nicht verhindern können.

(sef/AFP)