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Köln: Silvester gilt ein Böllerverbot in der Kölner Altstadt

Feuerwerk in der Corona-Pandemie : Silvester gilt ein Böllerverbot in der Kölner Altstadt

Die Stadt Köln will an Silvester Böllern mindestens in der Altstadt verbieten. Das sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker am Freitag. Es soll zudem eine Werbekampagne für verantwortungsvolles Feiern an Silvester geben.

Durch das Böllerverbot sollen laut Reker (parteilos) unter anderem Menschenansammlungen in der Altstadt vermieden werden. Zudem wolle man Verletzungen vorbeugen und so die Krankenhäuser und den Rettungsdienst entlasten. Man warte ansonsten die weiteren Vorgaben des Landes ab, so Reker.

Wie die Oberbürgermeisterin der größten Stadt Nordrhein-Westfalens weiter sagte, solle es eine Werbekampagne für verantwortungsvolles Feiern an Silvester geben - ähnlich der Kampagne zum 11.11. Zum traditionellen Karnevalsauftakt hatten unter anderem Prominente dazu aufgefordert, diesmal zu Hause zu bleiben.

Reker betonte, dass man Familien „außerhalb der Altstadt in ihren Wohnbereichen“ das Abbrennen von Feuerwerk grundsätzlich nicht untersagen wolle. Aber auch da sei „das letzte Wort noch nicht gesprochen“, da man abwarte, was das Land NRW vorgibt.

Bundesweit ist in den vergangenen Tagen eine Debatte über Feuerwerk im Corona-Jahr 2020 entbrannt. Nordrhein-Westfalen will noch im November entscheiden, ob es ein Böllerverbot an Silvester geben soll. Die Frage werde gemeinsam mit den Beschlüssen zur Aktualisierung der Coronaschutzverordung gelöst, hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag gesagt. „Es ist vollkommen klar, wenn es Kontaktbeschränkungen gibt und sich nur noch Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen, dann kann man natürlich nicht mehr so auf der Straße zusammenstehen wie wir das sonst an Silvester tun“, so Laumann.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte sich gegen Böller und Raketen ausgesprochen. Entscheiden müssten aber die Kommunen. Auch der Essener Uniklinik-Chef Jochen A. Werner hat für einen Verzicht auf Silvesterfeuerwerk plädiert. Durch die Unfälle mit Böllern würden die Rettungsdienste und Kliniken während der Corona-Pandemie noch mehr belastet.

(top/dpa)