Köln: Seehofer besucht Terrorismus-Abwehrzentrum nach Lübcke-Mord

Nach Mord an Lübcke : Seehofer besucht Terrorismus-Abwehrzentrum in Köln

Nach dem Mord des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke will Innenminister Seehofer den Verfassungsschutz stärken. Im Terrorismus-Abwehrzentrum in Köln machte sich der CSU-Poltiker Köln ein Bild der Lage.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Notwendigkeit betont, Links- und Rechtsextremismus gleichermaßen zu bekämpfen. „Wir sind nicht auf dem rechten Auge blind“, sagte Seehofer am Dienstag bei seinem Besuch des Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum (GETZ) von Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt in Köln.

Nach dem politischen Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke war dem Minister und den ihm unterstellten Behörden vorgeworfen worden, die Beobachtung rechter Bedrohungen zu vernachlässigen.

Seehofer verteidigte die Arbeit des Zentrums, das den Austausch zwischen Polizei und Nachrichtendiensten aus Bund und Ländern voranbringen soll. „Unsere Sicherheitsarchitektur stimmt“, sagte Seehofer. Man könne allerdings leider nicht jedes Verbrechen verhindern.

Das Abwehrzentrum sitzt seit 2012 beim Verfassungsschutzes in Köln. Polizei und Nachrichtendienste treffen sich dort zu mehr als 350 Sitzungen im Jahr.

(mba/dpa)
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