Köln: Prozess um vernachlässigte Hunde

Prozess in Köln : Kölnerin ließ Welpen tagelang im Kofferraum

Sie schaffte sich zwei kleine Schäferhunde an und sperrte sie tagelang in ihr Auto - nun sollte sich eine 50-Jährige dafür vor dem Kölner Amtsgericht verantworten. Die Frau kam aber nicht zum Prozess.

In ihrer Wohnung im Kölner Stadtteil Porz-Eil waren keine Hunde erlaubt, trotzdem schaffte sich eine 50-jährige Frau zwei Schäferhundwelpen an – und kam offenbar auf die Idee, die Hunde im Kofferraum ihres Autos zu halten.

Eine Nachbarin zeigte die Frau an, nun sollte sich die Hundebesitzerin wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz vor dem Kölner Amtsgericht verantworten, sie ließ sich aber nicht blicken.

Laut Anklage waren die fünf Monate alten Hunde über einen längeren Zeitraum immer wieder in dem Auto. Fest steht, dass die Welpen an zwei Tagen im August 2016 in einer Box im Kofferraum waren. Es war heiß an diesen Tagen, bis zu 36 Grad warm. Eine Nachbarin bemerkte die Hunde und verständigte die Polizei.

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3500 Euro Strafe

„Die Welpen waren in einem schlechten Zustand, sie haben aber überlebt“, sagt ein Sprecher des Amtsgerichts. Das Verfahren wurde zunächst gegen die Auflage einer Zahlung eingestellt, 800 Euro sollte die Hundehalterin bezahlen. Weil sie das nicht tat, sollte es nun zum Prozess kommen. Nun könnte es sehr viel teurer werden: Die Amtsrichterin erließ einen Strafbefehl über 3500 Euro. Wenn die 50-Jährige keinen Einspruch einlegt, wird der in zwei Wochen rechtskräftig. Legt sie Einspruch ein, kommt es erneut zur Verhandlung.