Früherer Reemtsma-Entführer nicht infiziert Pause im Drach-Prozess in Köln wegen Corona

Köln · Der Prozess gegen den früheren Reemtsma-Entführer Thomas Drach pausiert wegen Corona-Fällen - die allerdings nicht den Angeklagten betreffen. Das stellte ein Sprecher des Landgerichts am Freitag klar.

 Wahrscheinlich wird der Prozess am 17. März fortgeführt. (Archivbild)

Wahrscheinlich wird der Prozess am 17. März fortgeführt. (Archivbild)

Foto: dpa/Oliver Berg

Corona sei bei „notwendigen Verfahrensbeteiligten“ festgestellt worden. Drach sei aber nicht darunter.

Das Landgericht hatte zuletzt mitgeteilt, dass auch der geplante Prozesstermin am Dienstag (15. März) aufgehoben sei. Zuvor waren schon mehrere andere Termine abgesagt worden. Weitergehen könnte es am Donnerstag (17. März) in der kommenden Woche.

Drach werden in dem Verfahren Überfälle auf Geldtransporter vorgeworfen. Bei zwei Taten soll er Wachmänner angeschossen und schwer verletzt haben. Drach wird versuchter Mord und besonders schwerer Raub zur Last gelegt. Ein in dem Prozess Mitangeklagter soll als Komplize fungiert haben. Beide Männer schweigen bislang. Die Verteidiger sagen, dass sie einen Freispruch erwarten.

1996 hatte Drach den Erben der Hamburger Tabak-Dynastie Reemtsma, Jan Philipp Reemtsma, entführt und ihn später gegen Lösegeld wieder freigelassen. Für die Tat wurde er einst zu vierzehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Anfang 2021 war er wegen des Verdachts auf die Überfälle in den Niederlanden festgenommen worden.

(ldi/dpa)
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