Köln: Oberbürgermeisterin Henriette Reker erhält Morddrohung

Ermittlungen eingestellt: Morddrohung gegen Kölner Oberbürgermeisterin

Unbekannte haben Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker per E-Mail mit dem Tod bedroht, sollte sie die Baumfällungen im Kölner Süden nicht stoppen. Die Ermittlungen liefen ins Leere.

Die Morddrohung richtete sich auch an die Verkehrsdezernentin Andrea Blome, wie Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn unserer Redaktion sagte. Die Staatsanwaltschaft ermittelte, nachdem die Stadtverwaltung Anzeige erstattet hatte. Die Ermittlungen wurden jedoch eingestellt, weil sie zu keinem Ergebnis geführt hätten.

Die Mail war von einem Fake-Account versandt worden, die Daten bei der Telekom waren bereits gelöscht. "Wir haben nunmal keine Vorratsdatenspeicherung", sagte Willuhn. Doch die Ermittlungen hätten vermutlich auch dann ins Leere geführt und "nicht ins Wohnzimmer des Absenders", so Willuhn, da die Mail vermutlich nicht aus einer Wohnung heraus versandt wurde, sondern aus einem Internet-Café oder über einen öffentlichen Hotspot.

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Die Drohung komme aber offensichtlich aus der Baumschützerszene, die bisher "eher nicht durch Gewaltexzesse aufgefallen sind", wie Willuhn sagte.

Im Oktober hatte es Proteste von Umweltaktivisten an der Bonner Straße gegeben, weil die Stadt Köln dort 300 Bäume für die Verlängerung der Nord-Süd-Stadtbahn fällen lässt.

(hsr)