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Köln: Modegeschäft "Kiss the Inuit" wirbt mit Jeans-Sammelaktion für Nachhaltigkeit

Kölner Geschäft „Kiss the Inuit“ : Wie aus alten Jeans neue Pullover werden sollen

Aus Alt mach Neu: Das Kölner Geschäft „Kiss the Inuit“ sammelt abgetragene Jeans, um daraus neue Pullover herstellen zu lassen - die Aktion soll das Bewusstsein für Textilmüll schärfen. 10.000 Jeans sollen bis Ende März zusammenkommen.

Frühling ist die Jahreszeit des Großreinemachens und Ausmistens - darauf setzen Katharina Partyka und Stefanie Gräwe vom Kölner Bekleidungsgeschäft „Kiss the Inuit“. Sie sammeln alte, kaputte und ausrangierte Jeans für das niederländische Modelabel „Blue Loop Originals“, das die hellblauen Jeansfasern zu Garn spinnen lässt und daraus Shirts, Sweatshirts und Hoodies herstellt.

„Wenn wir es schaffen, sieben Tonnen Material zu sammeln, haben wir genug für eine eigene Köln-Kollektion“, sagt André Weiser von „Blue Loop Originals“. 10.000 Jeans müssten dafür zusammenkommen.

„Es geht darum, Aufmerksamkeit zu gewinnen für das große Müllproblem, das die Textilbranche schafft, und die wichtige Ressource Baumwolle zu schonen“, sagt Stefanie Gräwe. Katharina Partyka sagt: „Bei uns werden gerade täglich Hosen abgegeben, die Leute sind happy, wenn sie hören, dass ihre alten Jeans nicht sinnlos verbrannt werden.“

Aus 10.000 alten Hosen könnten 60.000 „Cologne Sweater“ produziert werden, wie Weiser sagt, dessen Label sich auf die Produktion von Kleidung aus recycelten Naturmaterialien spezialisiert hat. Die Köln-Kollektion soll dann in ausgewählten Shops verkauft werden.

Gesammelt werden die Jeans noch bis Ende März im „Iglu“ von „Kiss the Inuit“ am Sudermanplatz 1 in Köln, mittwochs bis freitags von 11 bis 19 Uhr. „Kiss the Inuit“ sammelt auch in Bonn seit anderthalb Jahren gebrauchte Hosen.