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Köln-Klettenberg / Sülz: Bombe an Luxemburger Straße wurde nachts gesprengt

In der Nacht zu Mittwoch : Weltkriegsbombe in Köln erfolgreich gesprengt

Die Weltkriegsbombe, die am Dienstag in Köln-Klettenberg an der Luxemburger Straße gefunden wurde, ist in der Nacht kontrolliert gesprengt worden. Gegen 1.30 Uhr konnten die meisten Anwohner in ihre Häuser zurück.

Am Abend hatte die Stadt mitgeteilt,dass eine Entschärfung der Zehn-Zentner-Bombe durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst nicht möglich sei. Der Blindgänger musste noch in der Nacht zu Mittwoch an seinem Fundort gesprengt werden. Um 1.10 Uhr meldet die Stadt: Die Bombe wurde erfolgreich gesprengt. Zuvor mussten rund 70.000 Kilogramm Sand zum Fundort gefahren, um die Detonation einzudämmen. Die Feuerwehr füllte Wassersäcke. Nach der Sprengung wurden die umliegenden Gebäude zunächst auf Schäden untersucht, bevor die Anwohner zurückkehren konnten.

Der Blindgänger sei bei Bauarbeiten an der Luxemburger Straße in Höhe Hausnummer 342 gefunden worden, teilte die Stadt Köln mit. Es handele sich um eine Zehn-Zentner-Bombe mit einem Langzeitzünder. Sie musste deshalb schnellstmöglich unschädlich gemacht werden. Deshalb wurden sofort alle Gebäude rund um den Fundort evakuiert, auch im weiteren Bereich mussten 7200 Anwohner in Klettenberg und Sülz ihre Häuser verlassen.

Gegen 18 Uhr war die Evakuierung beendet. Eine renitente Familie wurde mit Amtshilfe der Polizei aus ihrer Wohnung geholt, berichtet die Stadt. Die Sperrung des Luftraums wurde für 18.15 Uhr beantragt. Zunächst hieß es, der Kampfmittelbeseitigungsdienst könne die Bombe vermutlich zeitnah entschärfen und muss sie nicht kontrolliert sprengen.

Eine Anlaufstelle für Evakuierte wurde im Südstadion eingerichtet, ebenso ein Shuttlebus, der die Betroffenen dorthin brachte. 209 Menschen hileten sicham Abend in der Anlaufstelle auf. Insgesamt wurden 68 Krankentransporte durchgeführt.

(top/sed)