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Köln: JVA-Mitarbeiter sollen Fotos von Gefangenen und Beleidigungen ausgetauscht haben

Anstalt in Köln : JVA-Mitarbeiter sollen Fotos von Gefangenen und Beleidigungen ausgetauscht haben

Gegen Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt in Köln-Ossendorf sind Vorwürfe schwerer Dienstvergehen laut geworden. Eine Kündigung soll es deswegen bereits im November gegeben haben.

Die Bediensteten sollen während der Arbeit über ihre Privathandys beleidigende Whatsapp-Nachrichten über Gefangene ausgetauscht und Fotos sowie angeblich auch kurze Videos von Häftlingen und Kollegen in einer Chatgruppe verbreitet haben. Das berichtet der „Kölner Stadt Anzeiger“. Die Bilder sollen die Bediensteten mit diffamierenden Kommentaren "weit unterhalb der Gürtellinie" versehen haben.

Ein Bediensteter der Justizvollzugsanstalt (JVA) sei fristlos gekündigt worden, zwei weitere hätten Aufhebungsverträge unterzeichnet. Wie die Zeitung weiter berichtet, ist das NRW- Justizministerium über die Vorgänge informiert. Das Justizministerium sagte auf Anfrage unserer Redaktion, man werde die Vorfälle klären.

"Diese Chatverläufe spiegeln eine gewisse Gesinnung wieder, einen Wortgebrauch, den ich nicht dulde unter meinen Mitarbeitern. Dem gehen wir konsequent nach", sagte Anstaltsleiterin Angela Wotzlaw der Zeitung.

Gegen den Beschäftigten, dem bereits im November fristlos gekündigt wurde, ermittelt zudem die Polizei. Es besteht der Verdacht, dass der Mann Mobiltelefone ins Gefängnis geschmuggelt haben könnte. Erwiesen ist das bislang aber nicht. Die Benutzung von Handys ist im Gefängnis auch den Bediensteten grundsätzlich untersagt.

(dtm/kowa)