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Köln: Joggerin vergewaltigt - Polizei befürchtet Serientäter

Zeugen gesucht : Joggerin in Köln vergewaltigt – Polizei befürchtet Serientäter

Am Mittwoch wurde am Decksteiner Weiher im Kölner Stadtwald eine Joggerin vergewaltigt. Die Polizei fürchtet, dass er bald nochmal zuschlagen könnte – und sucht mit Hochdruck nach Spuren.

Die Joggerin war am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr am Decksteiner Weiher unterwegs, als sie in der Nähe des Ausflugslokals „Haus am See" plötzlich ein Unbekannter ansprach. Danach führte der Mann die Frau in ein angrenzendes Waldstück und missbrauchte sie, so die Polizeibeamten.

Die Ermittler sähen die „Gefahr einer Wiederholungstat", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Der Mann soll bei seiner Tat „atypisch vorgegangen" sein. Was genau das bedeutet, erklärt die Polizei aus Gründen des Opferschutzes nicht.

Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet und sucht dringend nach Zeugen. Am Donnerstagnachmittag wurden außerdem Fahndungsplakate aufgehängt und der Wald rund um den Tatort noch einmal durchsucht – bislang ohne Erfolg. Am Freitagmorgen sollen außerdem gezielt potentielle Zeugen angesprochen werden, die um diese Zeit am Decksteiner Weiher unterwegs sind. Am Nachmittag will die Polizei das Waldstück zudem erneut absuchen.

 Die Beamten wollen das Gebiet am Decksteiner Weiher am Freitag Nachmittag erneut begehen, um Spuren sicher zu stellen. Die Polizei hatte am Vormittag bereits Fahndungsbilder aufgehängt.
Die Beamten wollen das Gebiet am Decksteiner Weiher am Freitag Nachmittag erneut begehen, um Spuren sicher zu stellen. Die Polizei hatte am Vormittag bereits Fahndungsbilder aufgehängt. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Der Täter soll 30 bis 50 Jahre alt und 1,90 Meter groß sein - und sich als Läufer getarnt haben. Zumindest habe er eine enge Jogginghose und eine schwarze Laufjacke getragen, dazu allerdings helle Stoffschuhe und keine Sportschuhe. Weil er bei der Tat Mundschutz, Wollmütze und Handschuhe trug, konnte die Joggerin der Polizei nur sagen, dass er grüne Augen hatte und akzentfrei Deutsch gesprochen hat.

Die Polizei bittet Personen, die im Tatzeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht oder den beschriebenen Mann gesehen haben, dringend um Hinweise unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de.

(bsch)