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Köln: Gegner der Corona-Maßnahmen planen Demo am Samstag, 27.3.21

„Querdenken“-Szene : Gegner der Corona-Maßnahmen planen am Nachmittag Kundgebung und Autokorso in Köln

Für Samstagnachmittag haben Gegner der Corona-Maßnahmen eine Demonstration sowie einen Autokorso durch die Kölner Innenstadt und das Rechtsrheinische angemeldet. Außerdem hat die Polizei Hinweise, dass sich Rechte und Hooligans vor dem Dom versammen könnten.

Von 14 bis 18 Uhr wollen Demonstranten aus der „Querdenken“-Szene am Samstag mit einem Autokorso durch das rechtsrheinische Köln ziehen. Die Route soll laut Anmeldung bei der Stadt von Deutz aus über die Stadtteile Ostheim, Merheim, Kalk und zurück nach Deutz führen.

Außerdem planen die Querdenker einen zweiten Schauplatz für ihren Protest: Von 15 bis 19 Uhr ist eine Demonstration auf dem Rudolfplatz in der Kölner Innenstadt angemeldet. Ursprünglich wollten die Teilnehmer dann von dort zur Deutzer Werft laufen. Die Polizei hat den Aufzug inziwschen aber untersagt. Für die Kundgebung haben sich bislang 70 Teilnehmer, für den Autokorso 220 Teilnehmer angemeldet.

Die Initiative „Köln gegen Rechts“ will gegen beide Veranstaltungen protestieren. Auf dem Alter Markt, unweit des Kölner Rudolfplatzes, hat sie daher von 13 bis 14 Uhr eine Veranstaltung angemeldet.

Ein besonderes Augenmerk legt Polizei außerdem auf den Bereich um den Dom. Eine Gruppe rechtsgerichteter Demonstranten und Hooligans könnte sich dort um 13 Uhr versammeln und auf einer „Großdemo für das Grundgesetz“ über die Hohe Straße und die Schildergasse ziehen, wie aus Postings in unterschiedlichen Sozialen Netzwerken hervorgeht. Angemeldet war diese Demo bei der Polizei allerdings noch nicht.

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Die Polizei wird mit einem großen Aufgebot vor Ort sein und auf die Einhaltung der geltenden Coronaschutzverordnung achten. Eine ähnliche Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen war in Kassel am vergangenen Wochenende eskaliert. Obwohl dort nur 6000 Teilnehmer zugelassen waren, fanden sich rund 20.000 Menschen zu dem Aufzug ein. Viele Demonstranten hielten sich nicht an die Auflagen, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Während eines illegalen Demonstrationszugs kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version schrieben wir von Corona-Leugnern. Nicht alle Gegner der Corona-Maßnahmen leugnen jedoch die Existenz des Virus. Wir haben die Formulierung präzisiert.

(th/siev)