Köln: Ein Verletzter nach Brand in Gebetsräumen

Defekter Gaskocher : Feuer in Gebetsräumen in Köln - ein Verletzter

Die Feuerwehr ist am Sonntag zu einem Großeinsatz nach Köln-Höherberg ausgerückt. In Gebetsräumen war ein Feuer ausgebrochen, Grund waren brennende Gasflaschen.

Gegen 7.30 Uhr wurden Anwohner in der Miltenberger Straße in Köln-Höherberg durch einen lauten Knall geweckt. Als nach sieben Minuten die ersten Einsatzkräfte eintrafen, brannten Räume im Erdgeschoss des viergeschossigen Wohn- und Geschäftshauses. Glasscherben und Trümmer lagen weit verstreut auf der Straße, viele Bewohner waren bereits nach draußen geflüchtet.

Da in dem Gebäude auch Gebetsräume untergebracht sind, war völlig unklar, ob und wie viele Personen sich noch im Gebäude befanden. Teile der 44 Einsatzkräfte bekämpften den Brand, andere Feuerwehrtrupps durchsuchten das Gebäude. Insgesamt befanden sich 25 Personen in den Wohnungen und acht in den Gebetsräumen. Ein Mann wurde verletzt und kam ins Krankenhaus.

Während der Löscharbeiten entdeckten die Einsatzkräfte mehrere Flüssiggasflaschen. Aus einigen strömte brennendes Gas aus. Die Flüssiggasflaschen wurden zunächst gekühlt, dann gelöscht und später außerhalb des Gebäudes entleert. Nach einer Stunde war das Feuer gelöscht.

Zur Brandursache teilte die Feuerwehr mit, dass es sich um einen "häuslichen Unfall" handelte. Aus einem Gasgerät war Gas ausgeströmt, es kam zu einer Verpuffung. "Es war eine Fehlzündung, und auf gar keinen Fall ein Anschlag aus islamfeindlichen Gründen", sagte Volker Schneider von der Kölner Feuerwehr.

Da das Gebäude zunächst unbewohnbar ist, wurden die Bewohner auf Notunterkünfte verteilt.

(cebu)
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