Köln: Durchsuchungen in Shisha-Bars

Razzia am Freitag : Polizei und Zoll durchsuchen Shisha-Bars in Köln

Einsatzkräfte von Zoll, Ordnungsamt und Polizei haben am Freitagabend zwölf Kölner Shisha-Bars durchsucht. Sie stellten unter anderem 480 Dosen mit unversteuertem Tabak sicher.

Der Ordnungsdienst der Stadt Köln, das Hauptzollamt und die Polizei haben am Freitag zwölf Shisha-Bars im Stadtgebiet kontrolliert. Ab dem späten Nachmittag bis in die frühen Morgenstunden waren 21 städtische Kräfte, 20 Zöllner und sechs Polizeibeamte im Einsatz.

In elf Betrieben wurden Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz festgestellt. In vier Bars gab es Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz, weil Jugendliche Tabak in Shishas rauchten. Weitere 15 Verstöße betrafen das Gaststättengesetz (Preis für das günstigste alkoholfreie Getränk), die Kölner Stadtordnung (fehlende Müllbehälter im Außenbereich), das Jugendschutzgesetz (Aushang eines alten Gesetzestextes) und die Preisangabenverordnung (fehlende Preis- oder Mengenangaben). In allen Fällen wurden Verfahren gegen die Betreiber eingeleitet.

Erhöhte Kohlenmonoxidwerte wurden in keinem Betrieb festgestellt, wie die Stadt mitteilte. Bei der Kontrolle von Glücksspielgeräten wurden vier Geräte ohne gültige Prüfplakette gefunden und versiegelt. Der Zoll stellte insgesamt rund 480 Dosen mit unversteuertem Tabak sicher. „Fast in jeder Bar sind wir wieder fündig geworden. Auch der Versuch eines Barbetreibers, seinen kompletten Tabakvorrat im Auto zu verstecken, hat nicht funktioniert“, sagte Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln.

Zudem befragten Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit insgesamt 44 Personen zu ihren Beschäftigungsverhältnissen. Bereits vor Ort ergaben sich in sechs Fällen Anhaltspunkte für fehlende Meldungen zur Sozialversicherung und in vier Fällen Hinweise auf mutmaßlichen Sozialleistungsbetrug. „In einer Bar waren alle angetroffenen Mitarbeiter angeblich den ersten Tag dort“, sagte Zollsprecher Ahland.

(hsr)
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