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Köln: Düsseldorfs Stadtdirektor wegen fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht

33-Jähriger liegt im Koma : Düsseldorfs Stadtdirektor nach Unfall mit Radfahrer in Köln vor Gericht

Düsseldorfs Stadtdirektor Burkhard Hintzsche hat in Köln einen Radfahrer mit seinem Mercedes erfasst. Der 33-Jährige wurde schwer verletzt. Hintzsche stand jetzt deshalb in Köln vor Gericht.

Ein Verfahren gegen Düsseldorfs Stadtdirektor Burkhard Hintzsche wegen fahrlässiger Körperverletzung ist am Mittwoch gegen Zahlung von 7500 Euro eingestellt worden. Wie ein Sprecher des Kölner Amtsgerichts bestätigte, ging die Anklage davon aus, dass der 54-Jährige am Morgen des 30. April vergangenen Jahres mit seinem Mercedes in Köln in einem Kreisverkehr einen Radfahrer erfasst hat. Der 33-Jährige stürzte vom Rad und erlitt schwerste Kopfverletzungen. Er ist immer noch nicht ansprechbar und muss künstlich ernährt werden.

Im Prozess äußerte Hintzsche sein Bedauern über den Unfall. Der Radfahrer sei unvermittelt von links gekommen, er habe sofort gebremst, als er ihn erblickt habe, sagte er. Ein Privatgutachten, das sein Anwalt in Auftrag gegeben hatte, kommt zu dem Ergebnis, dass der Radfahrer deutlich zu schnell unterwegs gewesen sein soll. Zeugen konnten im Prozess nicht sagen, wie der Unfall genau geschehen ist – und ob der Radfahrer tatsächlich zu schnell war.

Nachdem der Anwalt der Opfer-Familie vor Gericht deutlich gemacht hatte, dass es ihr nicht um eine Verurteilung des Angeklagten gehe, stellte das Gericht das Verfahren gegen Hintzsche ein. Als Auflage zahlt er 7500 Euro an die Familie des Verletzten. Inwieweit dem Mann darüber hinaus Schmerzensgeld und Schadenersatz zusteht, müsste in einem Zivilprozess geprüft werden, sagte der Sprecher.

Gegenüber unserer Redaktion sagte Hintzsche, er habe sich nach dem Prozess mit der Mutter und Schwester des Verunglückten getroffen. „Es war sehr emotional.“ Er habe angeboten, die Familie zu unterstützen. „Dies ist kein Tag, an dem ich sagen kann: Das war ein gutes Ergebnis“, sagte er. Dafür wögen die Folgen des Unfalls zu schwer. „Ich bin aber froh, dass dieser gute Kontakt zur Familie besteht.“