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Köln: Das Dreigestirn bekommt wegen Corona zweite Karnevalssession

Virus in der Domstadt : Kölner Dreigestirn bekommt wegen Corona zweite Karnevalssession

Der Kölner Karneval reagiert mit einer historischen Neuerung auf die Corona-Pandemie: Erstmals wird das Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau in der Stadt zwei Amtszeiten regieren.

Das kündigte Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, am Montag an. Viele Höhepunkte der kommenden Session - etwa der Rosenmontagszug - könnten so nicht stattfinden, erklärte er. Daher habe man dem designierten Dreigestirn angeboten, „in die Verlängerung“ zu gehen. Nach Angaben des Festkomitees geschieht das zum ersten Mal in der Geschichte des Kölner Karnevals. Mehrere Medien hatten berichtet.

Der designierte Prinz Sven I. - bürgerlich Sven Oleff, aufgewachsen in Köln-Nippes - sagte, für ihn erfülle sich ein Lebenstraum. „Es geht uns nicht um Feiern um jeden Preis. Ganz im Gegenteil. Wir möchten unsere Dreigestirnszeit unter drei Oberbegriffe stellen: Das ist zum einen Lebensmut, Zuversicht und Achtsamkeit.“ Wenn die Pandemie eines gelehrt habe, dann, dass es manchmal ganz gut sei, zu entschleunigen. „Wir glauben, dass auch diese Entschleunigung dem Kölner Karneval gut tun wird.“

Das Kölner Dreigestirn ist in Köln das, was in anderen Hochburgen zum Beispiel das Prinzenpaar ist. Prinz, Bauer und Jungfrau absolvieren in normalen Zeiten etliche Auftritte in Sälen und auf Bühnen. Auch in Düsseldorf könnte das Prinzenpaar wegen der Corona-Pandemie ein weiteres Jahr im Amt bleiben.

(dtm/dpa)