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Köln/Bonn Flughafen: Geldtransporter-Überfall immer noch ungeklärt

Flughafen Köln/Bonn : Täter nach Geldtransporter-Überfall immer noch auf der Flucht

Es war ein spektakulärer Überfall: Zwei Maskierte schießen am Flughafen Köln/Bonn einen Wachmann nieder, überfallen einen Geldtransporter und setzen ihr Fluchtauto in Brand. Die Suche nach den Tätern blieb bislang erfolglos.

Rund zehn Monate nach dem Überfall auf einen Geldtransporter am Flughafen Köln/Bonn sind die Täter weiterhin flüchtig. Das sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Zwei maskierte Räuber hatten bei dem Überfall am 7. März 2019 einen Wachmann angeschossen und schwer verletzt. Im Bereich des Fernbusbahnhofs, der sich direkt neben dem Terminal befindet, erlitt der Wachmann durch einen Schuss eine Verletzung am Oberschenkel. Er musste notoperiert werden, zeitweise bestand Lebensgefahr. Ein zweiter Wachmann, der sich am Fahrzeug befand, wurde nicht verletzt. Die Räuber stahlen einen Geldkoffer, in dem sich nach Angaben des Sprechers aber nur eine geringe Summe befand.

Nach der Tat flüchteten die Räuber mit einem gestohlenen Auto, das sie kurz darauf im nahe gelegenen Kölner Stadtteil Porz abstellten und anzündeten. In dem ausgebrannten Wrack entdeckten die Ermittler eine Kalaschnikow.

In einem Video ist zu sehen, wie zwei der bewaffneten Täter ihre Beute im Wagen verstauen und anschließend mit offenem Kofferraum den Tatort verlassen. Die Polizei hält das Video für echt.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen prüfte nach dem Überfall eine mögliche Verbindung zu drei ehemaligen RAF-Terroristen. Ein solcher Zusammenhang werde routinemäßig bei allen Überfällen auf Geldtransporte überprüft. Bei den drei ehemaligen RAF-Terroristen handelt es sich Burkhard Garweg, Ernst-Volker Staub und Daniela Klette. Nach ihnen wird seit Jahren bundesweit gefahndet.

Nachdem jahrelang von ihnen nichts zu hören war, kamen Ermittler vor etwa fünf Jahren durch eine DNA-Spur wieder auf ihre Fährte. Diese war bei einem gescheiterten Überfall auf einen Geldtransporter in Stuhr bei Bremen im Jahr 2015 sichergestellt worden. Die Ermittler vermuten, dass die sogenannten „RAF-Rentner“ mit den Raubüberfällen ihre Leben im Untergrund finanzieren.

Der Überfall am Kölner Flughafen weckte zudem Erinnerungen an einen anderen Überfall vor rund zwei Jahren. Dabei hatten Unbekannte im Alter zwischen 30 und 40 Jahren einen Geldtransporter auf dem Parkplatz eines Ikea-Kaufhauses in Köln-Godorf ausgeraubt. Damals schlugen sie zu, nachdem der 60 Jahre alte Geldbote aus dem Transporter gestiegen war. Einer der Täter bedrohte ihn mit der Waffe, während der andere mit laufendem Motor im Fluchtauto wartete.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Überfall auf Geldtransporter am Flughafen Köln/Bonn

(mba/dpa)