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Köln: Bombenentschärfung an Innerer Kanalstraße

Verkehrsknotenpunkt Innere Kanalstraße : Bombe in Köln entschärft - Sperrungen aufgehoben

In Köln ist am Montag am Verkehrsknotenpunkt Innere Kanalstraße eine Weltkriegsbombe entdeckt worden. Die Entschärfung wurde schnellstmöglich eingeleitet und am Nachmittag erfolgreich abgeschlossen. Rund 1900 Anwohner hatten ihre Wohnungen verlassen. Alle Sperrungen sind wieder aufgehoben.

Wie die Stadt Köln mitteilte, ist die Entschärfung der fünf-Zenter-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgt. Der Aufschlagzünder konnte vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf per Fernauslösung gegen 15:55 Uhr unschädlich gemacht werden. Alle Sperrungen rund um den Bombenfundort konnten wieder aufgehoben werden, insbesondere auch die Sperrung der Inneren Kanalstraße und eines Abschnitts der Autobahn 57.

Die Anwohner können in ihre Wohnungen zurückkehren. Bei den Evakuierungen und Sperrungen hat es demnach keine Besonderheiten gegeben. Der Zugverkehr wurde auf der Strecke angehalten. Insgesamt mussten rund 1.900 Personen den gesperrten Bereich verlassen. Die Anlaufstelle in Ehrenfeld suchten im Laufe des Tages nur rund 20 Personen auf. Das Ordnungsamt und die Feuerwehr waren mit insgesamt 50 Kräften im Einsatz, die Polizei mit 30 Kräften.

Entschärfung begann um 15.46 Uhr

Wie die Stadt Köln mitteilte, konnte der der Kampfmittelbeseitigungsdienst um 15.46 Uhr mit der Entschärfung der Bombe beginnen. Alle Sperrungen waren eingerichtet, die Evakuierung abgeschlossen. Auch die Grünanlagen im Umfeld des Bombenfundortes sind gesperrt.

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Die Polizei Köln hatte gegen 15 Uhr mit den Sperrungen von Straßen rund um den Bombenfundort Am Gleisdreieck begonnen. Gesperrt wurde die Innere Kanalstraße aus östlicher Richtung in Höhe Hornstraße und aus südwestlicher Richtung in Höhe Subbelrather Straße. Autofahrer auf der A57 in Richtung Köln werden nun bereits ab dem Parkgürtel von der Autobahn abgeleitet.

Von der Inneren Kanalstraße bleibt auch die Zufahrt zur A57 in Fahrtrichtung Autobahnkreuz Köln-Nord gesperrt. Der erste Rundgang durch das Herkuleshochhaus hatte gegen 14 Uhr stattgefunden. Auch im Übergangswohnheim an der Herkulesstraße war die Evakuierung bereits angelaufen. Als zeitaufwändig wurde die Evakuierung und Sperrung der Wege durch die Grünanlage südlich des Bombenfundortes eingeschätzt.

Fünf-Zentner-Bombe bei Verdachtsbohrungen gefunden

Den Bombenfund bestätigte die Stadt Köln am Mittag unserer Redaktion. Die Entschärfung der Bombe, die auf dem ehemaligen Mercedes-Gelände am Gleisdreieck gefunden wurde, soll noch am Montag vonstatten gehen.

Laut Mitteilung der Stadt Köln wurde die Fünf-Zentner-Bombe bei Verdachtsbohrungen auf dem Gelände Am Gleisdreieck 1-5 in Köln-Neuehrenfeld gefunden. Die englische Fliegerbombe mit Aufschlagzünder liegt in einer Tiefe von rund 2,50 Metern im Erdreich.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf hatte festgelegt, dass in einem Umkreis von 300 Metern rund um den Bombenfundort evakuiert werden muss. Davon betroffen sind neben wenigen Wohnhäusern einige größere Objekte, unter anderem das Herkuleshochhaus, das Finanzamt Am Gleisdreieck und das Übergangswohnheim in der Herkulesstraße. Außerdem müssen der südliche Teil des Schlachthofes und das Wohngebäude Hans-Wild-Straße 48-56 geräumt werden.

Von der Evakuierung sind rund 1900 Personen betroffen, davon alleine rund 1000 Personen im Herkuleshochhaus. Als Anlaufstelle stellt die Stadt Köln Räume in der Grundschule Everhardstraße 60 in Köln-Ehrenfeld bereit.

Die Polizei Köln bereitete ab 13 Uhr die Sperrung von Straßen im Umfeld des Bombenfundortes vor: Dazu wird die Innere Kanalstraße aus östlicher Richtung an der Hornstraße und aus südwestlicher Richtung an der Subbelrather Straße gesperrt. Autofahrer auf der A57 in Richtung Köln wurden bereits ab dem Parkgürtel von der Autobahn geleitet. Und: Von der Inneren Kanalstraße bleibt die Zufahrt zur A57 in Fahrtrichtung Autobahnkreuz Köln-Nord ebenfalls gesperrt.

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(rl)