Köln: Altar aus Nachlass von Kardinal Meisner für 400.000 Euro versteigert

Auktion in Köln: Altar aus Nachlass von Kardinal Meisner für 400.000 Euro versteigert

Der im vergangenen Jahr gestorbene Kardinal Joachim Meisner war ein Kunstliebhaber. Nun hat ein Altar aus seinem Nachlass in Köln einen neuen Besitzer gefunden.

Zu diesem sogenannten Hammerpreis komme noch ein Aufgeld von 114.000 Euro, so dass sich ein Gesamtpreis von mehr als einer halben Million Euro ergebe, sagte Kilian Jay von Seldeneck vom Auktionshaus Lempertz. Der Erlös fließt an die Kardinal-Meisner-Stiftung, die Gemeinden im Erzbistum Köln sowie in Osteuropa fördert.

Der einstige Erzbischof von Köln, Kardinal Joachim Meisner, im Jahr 2014 in seinem Arbeitszimmer. Foto: dpa/Oliver Berg

Meisner war vergangenes Jahr im Alter von 83 Jahren gestorben. Seldeneck sagte, den aus der Toskana stammenden Altar habe Meisner Ende der 80er Jahre von einer Kunstsammlerin geschenkt bekommen. Der tatsächliche Wert dürfte ihm nicht bewusst gewesen sein, da das Stück nur für einen Bruchteil des Schätzpreises von 120.000 bis 160.000 Euro versichert gewesen sei.

  • Kardinal Meisner ist tot

Meisner galt als Kunstliebhaber, auch wenn er etwa das Gerhard-Richter-Fenster im Kölner Dom als zu beliebig kritisierte. Viele Kunstwerke erwarb es selbst, weitere wurden ihm im Laufe seines Lebens geschenkt. Zu seinem Nachlass gehören Gemälde, Ikonen, Skulpturen, Möbel und Porzellan. Der überwiegende Teil soll erst Ende September bei einer Benefiz-Auktion versteigert werden.

(dpa/hsr)
Mehr von RP ONLINE